Entscheidung für Um- und Ausbau des Heinz-Steyer-Stadions gefallen

Das im Auftrag der Landeshauptstadt Dresden durch die STESAD GmbH in Form eines Wettbewerblichen Dialogs durchgeführte europaweite Vergabeverfahren für den Um- und Ausbau des Heinz-Steyer-Stadions hat am Dienstag, 17. November 2020, einen weiteren Meilenstein hinter sich gebracht. Mit der Entscheidung der 13-köpfigen Expertenjury gelang ein wesentlicher Schritt zur Beauftragung eines Generalübernehmers für Planung und Bau. Mitglied der Jury sind neben Sportbürgermeister Dr. Peter Lames, Mitglieder der Gestaltungskommission der Landeshauptstadt Dresden, Vertretern des Stadtplanungsamtes, des Eigenbetrieb Sportstätten Dresden, der hauptnutzenden Sportarten und jeweils einen Vertreter der Dresdner Stadtratsfraktionen. Auszuwählen hatte die Jury aus drei Wettbewerbsbeiträgen. Die Wahl fiel einhellig auf die BAM Sports GmbH / BAM Deutschland. Ihr Beitrag zeigt insbesondere hohe sportfunktionale Qualität, die im besonderen Maße im Einklang mit einer ansprechenden Architektur des Stadions steht – so die Jury.
Der Wettbewerbliche Dialog startete am 1. Juli 2019. Es folgten ein viermonatiger Teilnahmewettbewerb, eine erste Dialogphase über sieben Monate und die zweite Dialogphase über knapp sechs Monate. Diese endete jetzt mit der Jurysitzung. Beteiligt hatten sich drei Generalübernehmer: die Bietergemeinschaft BAM Sports GmbH / BAM Deutschland mit Hauptsitz in Düsseldorf, die Ed. Züblin AG Stuttgart sowie die HABAU Hoch- und Tiefbaugesellschaft mit Stammsitz im österreichischen Perg. Alle drei Unternehmen verfügen über langjährige Erfahrungen sowie ausgewiesene Expertisen. Die Hauptangebote aller drei Wettbewerber lagen bei rund 34 Millionen Euro (netto) und damit im geforderten Budgetrahmen.
Sportbürgermeisters Dr. Peter Lames: "Diese drei guten Angebote zeigen, wie attraktiv der Standort ist und dass seine Potenziale auch über Dresden hinaus beachtet werden. Ein herzlicher Dank gilt der Stesad GmbH und dem Eigenbetrieb Sportstätten für die exzellente Vorbereitung der Entscheidung. Dresden kann sich auf dieses neue Bauwerk freuen. Die Entwicklung des Sportparks Ostra wird damit maßgeblich vorangetrieben."
Der Stadtrat soll in seiner Sitzung am 28. Januar 2021 den Vorschlag der Jury bestätigen und damit den Zuschlag erteilen. Dann könnte im Sommer 2021 mit dem Abriss der alten Steintribüne begonnen werden. Die Fertigstellung ist für 2023 geplant.

Die STESAD GmbH erarbeitete bereits eine Entwicklungsstudie zum Um- und Ausbau des Heinz-Steyer-Stadions. Das Basisszenario dieser Studie bildete die Grundlage der Ausschreibung.  Dazu gehören u. a. der Umbau des Stadions mit 5.000 überdachten Sitzplätzen und einer neu ausgestatteten, multifunktionalen Sportanlage mit dem Schwerpunkt Leichtathletik. Mobile Tribünen in den Kurven sollen die Zuschauerkapazität des Stadions auf bis zu 15.000 Personen temporär erweitern können. Dann könnten Deutsche Leichtathletikmeisterschaften in Dresden möglich werden. Auch der Bau einer Fechterhalle, multifunktionale Sporträume, Fitness- und Tagungsräume, Platz für Sportmedizin, Büros und Vereine sowie Gastronomie und eine Plaza als zentralen Eingang zum Sportpark Ostra sind Teil der Aufgabenstellung.

Update 29. Januar 2021

Pressemitteilung der Landeshauptstadt Dresden:

Stadtrat bestätigt Generalübernehmer für Ausbau des Heinz-Steyer-Stadions
Baubeginn im Oktober 2021

Der Dresdner Stadtrat bestätigte in seiner gestrigen Sitzung am Donnerstag, 28. Januar 2021, die BAM Sports GmbH / BAM Deutschland als Generalübernehmer für den Um- und Ausbau des Heinz-Steyer-Stadions zu einer multifunktionalen Sport- und Veranstaltungsstätte. Damit kann die Stadtverwaltung den Zuschlag erteilen. Der Auftrag umfasst Generalübernehmerleistungen für eine schlüsselfertige und betreibungsfähige Übergabe an die Landeshauptstadt Dresden, inklusive aller dafür notwendigen Planungs- und Bauleistungen. Die Gesamtkosten liegen bei etwa 37 Millionen Euro. Der Freistaat Sachsen fördert das Vorhaben mit vier Millionen Euro, mitfinanziert aus Steuermitteln auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

Finanz- und Sportbürgermeister Dr. Peter Lames: „Wir modernisieren in den kommenden drei Jahren eine Sportstätte, die zur sportlichen Identität unserer Stadt gehört. Viele Dresdnerinnen und Dresdner verbinden emotionale und unvergessliche Erlebnisse mit diesem Stadion. Die Leichtathletik gewinnt als solche wieder mehr Beachtung in Dresden, auch als Austragungsort nationaler und internationaler Leichtathletik-Wettbewerbe. Nach Fertigstellung dieser multifunktionalen Sportarena verbessern sich zugleich die Trainings- und Wettkampfbedingungen für viele weitere Sportarten und Vereine. Künftig ist ganzjährig eine sportliche und nichtsportliche Nutzung möglich. Damit gewinnt auch unser Sportpark Ostra weiter an Bedeutung.“

So soll das neue Heinz-Steyer-Stadion aussehen
Geplant ist der Umbau zu einem Stadion mit 5.000 überdachten Sitzplätzen, ergänzt um ein multifunktionales Gebäude als Südtribüne. In diesem etwa 140 Meter langen Bauwerk entstehen auf vier Etagen eine neue Fechterhalle, Sport- und Fitnessräume, Squashcourts sowie ein Multifunktionsbereich für Sport und Bildung. Dazu kommen Büros und Räume für Vereine, Sportmedizin, Gastronomie und weitere gewerbliche Anbieter. Mobile Tribünen in den Kurven können die Zuschauerkapazität des Stadions vorübergehend auf bis zu 15.000 Personen erweitern und schaffen damit die Voraussetzung für Deutsche Leichtathletikmeisterschaften in Dresden. Ein umlaufender Flutlichtkranz integriert bereits vorhandene Teile des Stadions wie die Nordtribüne. Zwischen Ballsportarena und Heinz-Steyer-Stadion entsteht ein neuer Platz als zentraler Eingang zum Sportpark Ostra. Dieser lässt sich im Zusammenhang mit Sportveranstaltungen oder für sonstige Veranstaltungen, wie Public Viewings, nutzen.

Die Bauarbeiten beginnen im Oktober 2021 mit dem Abbruch der Steintribüne und dem Aushub der Baugrube. Ab Dezember 2021 bis zum Herbst 2022 entsteht der Rohbau. Im August 2022 beginnen die Ausbauarbeiten, die etwa ein Jahr andauern. Parallel dazu werden ab Dezember 2022 die Außenanlagen und das Infield hergerichtet. Die Übergabe ist im Herbst 2023 geplant.

Der Um- und Ausbau des Heinz-Steyer-Stadions kommt vielen Sportvereinen zugute, darunter Dresden Monarchs, Dresdner Sportclub 1898 (Abteilungen Leichtathletik und Fußball), Dresdner Fecht-Club 1998, Citylaufverein Dresden, Postsportverein Dresden, 1. FFC Fortuna Dresden, FSV Lokomotive Dresden, 1. Squash Club Dresden, die Internationale Sachsen-Tour des Radrennsports sowie verschiedene Gymnastikgruppen. Auch der Stadtverband Fußball und der Olympiastützpunkt Sachsen werden das Stadion nutzen.


Visualisierung: ARGE BAM Sports GmbH / BAM Deutschland AG, O+M Architekten, phase 10.

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