Zwei Richtfeste für Dresdens Stadtteilfeuerwehren

06.10.2026
Aktuelles

In Reitzendorf und Langebrück schreitet der Bau zweier neuer Feuerwehrgerätehäuser sichtbar voran: Am 21. September 2026 wurde in Reitzendorf Richtfest gefeiert, am 5. Oktober folgte Langebrück. Damit haben beide Projekte einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu modernen Standorten für die Dresdner Stadtteilfeuerwehren erreicht.

Die Neubauten basieren auf dem Konzept „Typ Dresden“. Grundlage ist das Anfang 2024 fertiggestellte Feuerwehrgerätehaus Mobschatz. Dessen bewährtes architektonisches und funktionales Grundkonzept wird für weitere Standorte genutzt und jeweils an die örtlichen Anforderungen angepasst. Wiederkehrende Planungsgrundlagen sollen die Abläufe beschleunigen und Synergien bei Bau und Betrieb ermöglichen.

Gemeinsamer Standort im Schönfelder Hochland

An der Meixstraße 4 in Reitzendorf entsteht auf dem Gelände eines ehemaligen Landwirtschaftsbetriebs ein gemeinsamer Standort für die Freiwilligen Feuerwehren Schönfeld und Zaschendorf. Nach der Inbetriebnahme werden beide Wehren zur Stadtteilfeuerwehr Reitzendorf zusammengeführt.

Der Neubau erhält vier Stellplätze für Einsatzfahrzeuge sowie eine Waschhalle für Fahrzeuge und Großgeräte. Die rund 354 Quadratmeter große Fahrzeughalle wird stützenfrei ausgeführt. Hinzu kommen Werkstatt-, Lager- und Technikräume sowie moderne Sanitär- und Umkleidebereiche. Räume für Verwaltung, Aus- und Weiterbildung sowie die Jugendfeuerwehr machen das Gerätehaus zugleich zu einem wichtigen Ort für Gemeinschaft und Nachwuchsarbeit.

Eine langlebige Klinkerfassade, begrünte Fassadenbereiche und ein Gründach prägen das Gebäudekonzept. Ergänzend sind eine Photovoltaikanlage und ein Stromspeicher vorgesehen. Die Fertigstellung ist für das vierte Quartal 2027 geplant. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund elf Millionen Euro.

Neubau bei laufendem Feuerwehrbetrieb in Langebrück

In Langebrück entsteht unmittelbar neben dem bestehenden Feuerwehrgebäude an der Lessingstraße ein zweigeschossiger Neubau mit rund 1.000 Quadratmetern Nutzfläche. Geplant sind vier Fahrzeugstellplätze sowie zeitgemäße Umkleide-, Schulungs-, Werkstatt- und Lagerbereiche.

Eine besondere Herausforderung ist die Realisierung auf engem Raum: Der Betrieb der Stadtteilfeuerwehr und ihre Einsatzbereitschaft müssen während der gesamten Bauzeit gewährleistet bleiben. Deshalb wird das Vorhaben in mehreren Bauabschnitten umgesetzt. Nach dem Einzug in den Neubau folgen der Rückbau des bisherigen Gerätehauses und die Fertigstellung der Außenanlagen.

Auch in Langebrück gehören eine Klinkerfassade, begrünte Fassadenbereiche sowie ein Gründach mit Photovoltaikanlage und Stromspeicher zum Konzept. Die Inbetriebnahme des neuen Gebäudes ist für Ende 2027 vorgesehen. Weitere Arbeiten am Gesamtstandort schließen sich an. Die Gesamtkosten betragen ebenfalls rund elf Millionen Euro.

Projektsteuerung durch die STESAD

Die STESAD übernimmt im Auftrag der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Brand- und Katastrophenschutz, die Projektsteuerung für die Entwicklung und Umsetzung der Feuerwehrstandorte nach dem Konzept „Typ Dresden“. Im Mittelpunkt stehen die Koordination der Projektbeteiligten sowie die Steuerung von Terminen, Kosten, Qualitäten und Schnittstellen.

Mit den Neubauten entstehen moderne Bedingungen für Einsatzvorbereitung, Ausbildung und Fahrzeugunterbringung. Zugleich stärken die neuen Gerätehäuser die Nachwuchsarbeit und das ehrenamtliche Engagement der Freiwilligen Feuerwehren in Dresden.

Weitere Informationen:
Serielle Feuerwehrbauten


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