Neubau Kita Lößnitzareal

Auftraggeber

  • Landeshauptstadt Dresden
  • Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen

Projekt Anschrift

  • Kita „Marta“
  • Marta-Fraenkel-Straße 6 in 01097 Dresden

Leistungszeitraum

  • Planung: März 2017 bis November 2019
  • Bau / Umsetzung: Mai 2019 bis März 2021

Gesamtkosten

  • 5,59 Mio. EUR

Finanzierung

  • Eigenmitte der Landeshauptstadt Dresden mit insgesamt 2,8 MIO EUR Fördermittel davon 2,18 Mio EUR aus dem Förderprogramm „Zuwendung aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)“ sowie 731 T EUR für die Inwertsetzung von belasteten Flächen

Auftrag

  • Neubau einer Kindertageseinrichtung für 135 Kinder auf dem DREWAG-Areal Friedensstraße 14 in 01097 Dresden

Projektbeschreibung

  • Das für den Neubau einer Kindertageseinrichtung erforderliche Baugelände befindet sich an der Friedensstraße / Lößnitzstraße in der Dresdner Neustadt nahe dem Neustädter Bahnhof. Es ist Teil eines mit der gründerzeitlichen Stadterweiterung Dresdens entstand-enen Industrieareals, auf dem seit 1865 eine Gasver-sorgungsanstalt mit fünf Gasbehältern errichtet wurde. Die Gasversorgungsanstalt war bis 1923 in Betrieb. Das Gelände wurde zuletzt als Betriebsstandort der DREWAG genutzt.
  • Das vorgesehene KITA-Grundstück auf dem Flurstück 1582/23 umfasst eine Fläche von ca. 3.200 m². Das Gelände ist weitgehend eben und liegt auf einer Ge-ländehöhe von ca. 113 m über NHN.
  • Das gesamte DREWAG-Gelände Friedensstraße / Lößnitzstraße soll zukünftig zu einem attraktiven Stand-ort für Arbeiten, Wohnen und Freizeit revitalisiert und in die bestehende Stadtstruktur des Wohngebietes „Südlicher Hecht“ integriert werden.
  • Für die Baumaßnahme wurde von Seiten des Voreigentümers ein beräumtes Baufeld zur Verfügung gestellt, welches aber im Baugrund teilweise Altlasten in Form schadstoffbelasteter Böden und Auffüllungen aufwies. Die Erschließung des Grundstückes erfolgte über die neue Erschließungsstraße, welche durch die Abteilung Stadtentwicklung der STESAD betreut wurde.
  • Bei der Planung des KITA-Standortes wurden die durch den Bahnbetrieb und die angrenzenden Straßen ent-stehenden Schallemissionen berücksichtigt.
  • Der Baukörper der KITA wurde gemäß Abstimmung mit dem SPA als zweigeschossiges Gebäude in einer Flucht mit dem geplanten Schulgebäude angeordnet. Die Ein-gänge beider Einrichtungen bilden zusammen eine kleine Platzsituation. Verbindendes Element beider Gebäude bildet eine Betonspange, welche zum Ver-weilen durch Sitzmöglichkeiten einlädt.
  • Auch die Baukörpergestaltung der KITA orientiert sich an der Gestaltung des Schulneubaus, indem ein ebenso klarer quaderförmiger Baukörper mit einer Sockelzone formuliert wurde.
  • Im östlichen rückwärtigen Bereich der KITA wurden die Freianlagen mit den Spiel- und Aufenthaltsflächen angeordnet. Für Grundschule und KITA schirmen Schallschutzwände die Freiflächen und die Gebäude gegen den Lärm aus dem Bahnbetrieb ab.
  • Die An- und Ablieferung (Küche, Müll) sowie die bauord-nungsrechtlich notwendigen PKW-Stellplätze befinden sich südlich des KITA-Gebäudes und werden von den Freispielflächen durch eine Einfriedung abgetrennt.
  • Den Windfang der KITA betritt man über einen durch ein Tor zugänglichen, abgeschlossenen Freibereich und einen zurückgesetzten, wettergeschützten Eingang an der nordwestlichen Grundstücksecke. Vom Windfang gelangt man in ein Foyer, von dem aus der Spielflur der Gruppenräume für die Krippenkinder (3 Gruppenräume für je 15 Krippenkinder im Alter von 1 bis 3 Jahren mit den zugehörigen Schlaf- und Sanitärräumen), der Mehrzweckraum und die Treppe ins Obergeschoss abgehen. Ein Kinderwagenraum ist am Windfang angegliedert. Der östliche Ausgang vom Foyer zur Spielhoffläche erlaubt durch die großflächige, raumhohe Verglasung einen Blickbezug zum Außenbereich. Technik- und Neben-funktionsräume sowie die Küche mit den erforderlichen Nebenräumen sind an der Gebäudestraßenseite südwestlich angeordnet. Die Küche kann über einen gesonderten Zugang vom südlich angrenzenden Anlieferungs- und Stellplatz-bereich erreicht werden. Über die Treppe im Foyer erreicht man das Obergeschoss mit den Gruppen-räumen der größeren Kinder (4 Gruppenräume für je 18 Kindergartenkinder im Alter von 3 bis 6 Jahren sowie ein Gruppenraum für eine Mischgruppe für 18 Kinder im Alter von 2 bis 4 Jahren mit den zugehörigen Sanitärräumen ) sowie Angebots- und Therapieräume, Verwaltungsräume und das Kinderrestaurant. Durch großzügig verglaste Türen und Trennwände kann man sich leicht im Gebäude orientieren, gleichzeitig kann so die Aufsicht über die Kinder besser erfolgen. Für die barrierefreie Erreichbarkeit des Obergeschosses und zum Transport des Essens in das OG steht in Gebäudemitte ein Personenaufzug zur Verfügung. An die Gruppenräume sind jeweils Sanitärräume ange-gliedert, die über Türen mit verglasten Seitenteilen auch optisch mit den Gruppenräumen verbunden sind. Die großzügigen Spielflure in Erd- und Obergeschoss erhalten durch Glaswände und verglaste Türen zu den Gruppenräumen Tageslicht. In den Obergeschoss-Spielfluren sind zusätzlich Oberlichter angeordnet.
  • Zur Sicherstellung der Fluchtwege ist zusätzlich zur Haupttreppe eine Außentreppe an der Südseite des Gebäudes angeordnet. Um im Notfall bei Blockierung des 1. Rettungsweges im OG diese Treppe sicher zu erreichen, ist eine Bypass-Lösung an der Ostseite des Gebäudes vorgesehen: Die Räume entlang der Ostfassade sind untereinander mit Türen verbunden, sodass der zentrale Bereich des Spielflures im OG umgangen werden kann.
  • Für Außengeräte und Außenspielzeug sind östlich an den Mehrzweckraum anschließend Räume mit Zugang von außen entstanden.

Beteiligte Planungsbüros

  • Nitschke + Kollegen Architekten GmbH - Architekt
  • Eggers Tragwerksplanung GmbH - Tragwerksplanung
  • Kraushaar Lieske Freiraumplanung GbR – Freianlagen-planer
  • IBK Dresden GmbH - Tiefbauplaner
  • Ingenieurbüro Dr. Scheffler GmbH – TGA-Planer
  • Ingenieurbüro Uwe Lorenz - Elektroplaner
  • GICON Großmann Ingenieur Consult GmbH – Schall-schutzmaßnahmen
  • ERGO Umweltinstitut – Altlasten, Sanierungskonzept, Bauüberwachung
  • Messbildstelle GmbH – baubegleitende Vermessungs-leistungen
  • Vermessungsbüro Hense - Grundstücksteilung

Beauftragte Bau- und Ausbauunternehmen

 

  • Frauenrath Recycling GmbH - Altlastensanierung
  • Hoch- und Ingenieurbau Wilsdruff GmbH-Erweiterter Rohbau
  • Görlach Dächer GmbH - Dachdecker
  • rtr Aluminiumbau GmbH – Außen- und Innentüren
  • Gröditzer Hoch- und Ausbau GmbH – Außenputz und Klinkerriemchen
  • J. Uhlig Klempnerei und Montage GmbH, Altenberg – Plattenbekleidung Fassade
  • Kletschka Planen-Zelte-Markisen GmbH – Sonnenschutzanlagen außen- und innenliegend
  • Carsten Bichler Bauunternehmen - Innenputz
  • Gebrüder Mielke Bau GmbH - Trockenbau
  • NISSA Fußbodenbau GmbH - Zementestrich
  • objekt + raum ausbausysteme GmbH - Innentüren
  • Industrie und Raum GmbH - Malerarbeiten
  • Fliesenbau Thomas Pirnbaum - Fliesenverlegearbeiten
  • Peter Lippert Maler GmbH - Bodenbelag
  • Eisenwaren Thomas Langer - Schlosser
  • HaWa Sicherheitstechnik GmbH - Schließanlage
  • Kreher & Partner GmbH - Baureinigung
  • Schilder Illig GmbH - Beschilderungssystem
  • Krokodilhaus Cartoonservice und Werbung GmbH - Folierung
  • FRANO Feuerschutz – Feuerlöscher und Pläne
  • Tischlerei Ekkehard Landgraf - Tischlerarbeiten
  • Holzwerkstatt Käsebier - Zahnputzbecherleisten
  • Chemnitzer Trennwände GmbH & Co.KG – WC-Trennwände
  • thyssenkrupp Aufzüge GmbH - Aufzugsanlage
  • Elektro Uhlig - ELT
  • EGO GmbH – Heizung/Sanitär
  • RLT Lufttechnik Chemnitz GmbH - Lüftungsanlagen
  • Jens Hausdorf GmbH Steinsetz- und Straßenbaubetrieb - Freianlagen
  • Grasreiner Design-Individuelle Holzgestaltung - Spielgeräte
  • JVA Dresden - Garderobenanlagen

 

Fotos: STESAD GmbH