Zwei weitere Abschnitte des Weißeritz-Grünzuges sind fertig

Baubürgermeister Jörn Marx übergibt morgen Floßhofterrassen und Ebertplatz 

Morgen (18. Oktober) wird Bürgermeister Jörn Marx in Dresden Löbtau 10 Uhr die Floßhofterassen (neben Freiberger Straße 124) und anschließend 10.30 Uhr den Ebertplatz übergeben. Damit werden zwei weitere Abschnitte des Weißeritz-Grünzuges für die öffentliche Nutzung zugänglich. Anwohner und Interessierte sind herzlich eingeladen.

Nachdem im März 2007 der Bienert-Wanderweg in Plauen und ein Jahr darauf das über 1200 Meter lange innenstadtnahe Teilstück zwischen dem Innenstadtring an der Ammonstraße und dem Weißeritzknick an der Löbtauer Straße eingeweiht worden waren, schlossen sich nun mit Fördermitteln der Europäischen Union im Rahmen des EFRE-Gebiets Dresden West/Friedrichstadt die beiden Projekte an.

Floßhofterrassen

Bevor die Maßnahme Floßhofterrassen realisiert werden konnte, wurde in diesem Areal eine andere geförderte EFRE-Maßnahme umgesetzt. Die oberirdische Medienbrücke für Fernwärme, Strom und Fernmeldetechnik, die zuvor die Weißeritz überquert hatte, wurde durch einen Düker ersetzt. Damit konnten sowohl eine erhebliche Verbesserung der Versorgungssicherheit unter Berücksichtigung des Hochwasserschutzes als auch eine stadtgestalterische Aufwertung erreicht werden. Die öffentliche Förderung betrug 500 000 Euro (75 Prozent EFRE, 25 Prozent Stadt). Den größten Anteil der Kosten übernahm die DREWAG Stadtwerke Dresden GmbH. Das Projekt wurde im Zeitraum März 2011 bis Oktober 2012 durchgeführt. Die Leitungsdükerung stellte eine Voraussetzung für die Gestaltung des Stadtraumes am Weißeritzknick dar. Der „Grünzug Weißeritz" wird im neuen Teilstück, für das die Stadt einen schmalen Geländestreifen erwarb, unmittelbar am Weißeritzufer geführt und stellt die Verbindung nach Löbtau und Plauen im Kreuzungsbereich Löbtauer Straße, Ebertplatz und Kesselsdorfer Straße her. Eine nach Abriss von Ruinen seit vielen Jahren ungenutzte Freifläche wurde zu einer erlebbaren Grünanlage mit Verweilangeboten am Standort des historischen Floßhofes umgebaut. Dem Floßhof bzw. Holzhof kam die Funktion der Entnahme von Baustämmen aus dem Weißeritz-Mühlgraben zu. Der Wasserablauf aus dem Floßhof in die Weißeritz ist erlebbar geblieben. Die bauliche Umsetzung erfolgte von März bis Oktober 2013. Die Gesamtkosten in Höhe von 309.000 Euro werden zu 75 Prozent aus dem EFRE gefördert.

Realisierung: Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft.

  • Bauausführung: Fa. Saule GmbH Landschafts- u. Sportplatzbau
  • Entwurf: Landschaftsarchitekturbüro Frase
  • Gesamtkosten: 309.000 Euro
  • Förderung: zu 75 Prozent aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE)
  • Bauzeit: März 2013 bis Oktober 2013

 

Ebertplatz

Das Projekt ist eine Ergänzung eines wichtigen Teilabschnittes des Grünzuges Weißeritz und dient der Aufwertung des Stadtteiles. Das Areal befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Kesselsdorfer Straße, deren Infrastruktur und Freizeitangebote ein Anziehungs- und Sammelpunkt für die Bevölkerung sind. Im Zuge dieses Potenzials soll der Ebertplatz zu einem Park entwickelt werden, der trotz der belebten Lage eine gute Erschließung und hohe Erlebnis- und Aufenthaltsqualitäten anbietet. Die grundlegende Gestaltungsidee für den Ebertplatz war ein landschaftlicher, extensiver städtischer Park. Dieses Bild wird durch die Verwendung großzügiger Rasenflächen und einiger gezielter Baumpflanzungen erreicht. Die wichtigsten Bestandteile der Freiflächenneugestaltung sind die Fortführung des Radweges entlang des Weißeritz-Grünzuges, eine modellierte Freifläche mit nutzbaren Funktionsbereichen, Freiraumtreppe (Rasenstufen aus einfachen baugleichen Betonfertigteilen) mit großzügigen Wiesenflächen und lockerem Baumbestand sowie einem Birkenhain, der als Lärmschutz und optische Gliederung dient.

  • Realisierung: Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft.
  • Bauausführung: Fa. Saule GmbH Landschafts- u. Sportplatzbau
  • Entwurf: Weidinger Landschaftsarchitekten
  • Gesamtkosten: 197.000 Euro
  • Förderung: zu 75 Prozent aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE)
  • Bauzeit: November 2012 bis Juli 2013

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