Mehr Stadtgrün am Pieschener Schulcampus

Bei einem gemeinsamen Pressetermin auf dem Gelände des Kunst-Treffs Geh8 an der Gehestraße in Pieschen, stellten Sachsens Umweltminister Wolfram Günther und die Umweltbürgermeisterin der Landeshauptstadt Dresden, Eva Jähnigen, am 22. Juli ihr Konzept für mehr Stadtgrün dar.

Der Ort war dabei nicht zufällig gewählt. Denn neben dem durch die STESAD als Bauherr verwirklichten Schulcampus Pieschen entsteht bis zum Herbst 2020 ein aufwendig angelegter, etwa 500 Meter langer und 30 Meter breiter Grünzug entlang der Gehestraße. Passend dazu haben die Dächer des Kunstraums und Ateliers in den letzten Wochen ein grünes Antlitz bekommen, um der Überhitzung entgegenzuwirken. Der sich derzeit entwickelnde Grünzug liegt im EFRE-Fördergebiet Nord-West, wo auch die STESAD im Auftrag der Landeshauptstadt seit Jahren Fördermittelanträge für Kleinunternehmer bearbeitet und diese bei der Antragstellung berät. Zudem wird das Bestandsgebäude des Kunstraums Geh8 durch die STESAD vermietet.

Dass sich hier sowie in der Umgebung des Schulcampus bald mehr Grün befindet, gehört für Umweltminister Günther zu einem angesichts des Klimawandels nötigen Prozess, den der Freistaat in seinen Großstädten weiter unterstützen wolle. Vor Jahren schon hatte die Stadt von der Deutschen Bahn die nicht mehr benötigte Anlagen des ehemaligen Güterbahnhofs entlang der Gehestraße abgekauft, erläuterte Eva Jähnigen und umriss das langfristige Konzept an der Gehestraße. Demnach werde seit dem Frühjahr die neue Grünanlage mit 100 Bäumen, 70 Großsträuchern, 2600 Kleinsträuchern und vielen Stauden konzipiert. Sobald im Herbst alle Gehölze in der Erde sind, werde die Anlage feierlich übergeben. Zwischen Schulgelände und Bahntrasse entstand bereits ein Eidechsenhabitat. Der grüne Streifen ist Teil eines Grünzuges, der sich Zukunft entlang der Bahntrasse eines Tages bis zu den Hufewiesen in Trachau ziehen soll. Die neue Grünanlage kostet 1,8 Millionen Euro, die Kosten tragen zu je einem Drittel Bund, Land und Stadt. Es soll eine Anlage werden, die die Bewohner des Stadtteils nutzen können. Diese hatten ihre Vorstellungen im Vorfeld in einer Planungswerkstatt eingebracht.

Es entstehen eine Spielfläche mit schräger Ebene und Spielzug, Grillplatz und einem wilderen grünen Bereich. Die ehemalige Wagenreparaturwerkstatt der Deutschen Bahn, die heute der GEH8 Kunstraum und Ateliers e.V. nutzt und die vom künftigen Grünzug an drei Seiten umschlossen wird, hat bereits auf zwei Gebäudeteilen Gründächer bekommen. Jetzt wird auch das neue Dach über der großen Halle begrünt. Zusammen mit einer neu gebauten Zisterne fließen dafür 130 000 Euro.

 

Fotos: STESAD GmbH

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