Theaterbaustelle Kraftwerk Mitte

Hochbauarbeiten laufen nach Plan - Baubeginn für Werkstätten im April 

 

Bürgermeister Dr. Ralf Lunau, der Geschäftsführer der Kommunalen Immobilien Dresden, Axel Walther und der Projektleiter Florian H. Brandenburg besuchten am Freitag, 6. März 2015 die Baustelle des Theaterstandortes für die Staatsoperette Dresden und das tjg. theater junge generation dresden. 

 

Maschinenhalle

Die Wände der Studiobühne sind über alle Etagen komplett fertig. Jetzt wird die Decke dieses Raumes fertig gestellt. Auch der Raum der Puppenbühne nimmt Gestalt an. Hier wird bereits an den Wänden im Obergeschoss gearbeitet. Die Rohbauarbeiten im Untergeschoss sind abgeschlossen. Im Dezember 2014 sind Anbauten und Verbindungsstücke zum alten Umspannwerk zurückgebaut worden. Diese Stellen werden aktuell noch saniert. 

 

Neubau

Das Untergeschoss ist fertig. Alle Untergeschoss-Decken sind betoniert. Die Wände im Erdgeschoss sind komplett und auch die Decken sind hier bereits zu 95 Prozent geschlossen. Im ersten Obergeschoss stehen etwa 80 Prozent der Wände und 30 Prozent der Decken sind fertig. Die Seitenwände der Staatsoperette stehen. Aktuell wird an der Rückwand des Saals gearbeitet. Der Bühnenturm ist schon mit halber Höhe sichtbar.  

Der Saal des tjg. theater junge generation dresden mit der Hauptbühne hat seine Wände jetzt bis zum Erdgeschoss. Der Bühnenturm ist bereits ein Drittel gewachsen. 

Mitte Februar ist mit ersten Installationen der technischen Gebäudeausrüstung begonnen worden. Es laufen erste Rohinstallationen für Feuerlöschanlage, Heizung und Klima.

Sämtliche Erdarbeiten sind beendet. Die Grundwasserabsenkungsanlage konnte am 2. März 2015 abgeschalten werden. Sie wird bis 13. März zurückgebaut. 

 

Ehrlichstraße

Das denkmalgeschützte Gebäude an der Ehrlichstraße wird gegenwärtig saniert. Hier wird künftig die Verwaltung der Theater und die Intendanz sitzen. Im Gebäude werden dafür Wände und Treppenaufgänge neu konzipiert. 

 

Werkstätten Cotta

Der Bau des neuen Werkstattgebäudes für Staatsoperette und das tjg. theater junge generation dresden wurde im Stadtrat am 26. Februar 2015 beschlossen. Gebaut werden soll direkt am vorhandenen Funktionsgebäude des tjg. an der Meißner Landstraße. Das alte Werkstattgebäude wird abgebrochen, diese Fläche entsiegelt. Parkplatz, Grillplatz und Labyrinth weichen dem Neubau und sollen umgesetzt werden. Für den Neunbau, die technischen Anlagen, Freiflächen sowie Planungs- und Baunebenkosten sind insgesamt 6.178.592 Euro brutto veranschlagt.

Der Bauantrag ist eingereicht. Im April 2015 sollen die Arbeiten beginnen. dau reichlich ein Jahr. Werkstattfläche dann etwa 2 650 Quadratmeter. Hier finden 35 Mitarbeiter optimale Bedingungen, die Theaterpremieren für beide Theater vorzubereiten. 

 

Einsatz Menschen und Maschine

Aktuell sind etwa 160 Bauarbeiter im Zweischichtsystem im Einsatz. Zur Zeit stehen fünf Kränen vor Ort. Baulogistisch können sie optimal jeden Ort der Baustelle erreichen und es kann parallel gearbeitet werden. 

  

Rückblick und Gesamtprojekt

Baustart für das Theaterprojekt war am 14. April 2014. Ausgehoben wurde eine etwa 3 000 Quadratmeter große Baugrube für den Neubau, teilweise bis zu einer Tiefe von sechs Metern. Rund 260 Pfähle mit einer Tiefe von 7,50 bis 12,70 Metern geben dem Neubau künftig die Standsicherheit. Auf den Bohrpfählen liegt ein Gitternetz. Dieses Gitternetz trägt zusammen mit den Bohrpfählen das Gebäude. Der Neubau ist zum Teil unterkellert, um Platz für Orchestergraben, Unterbühnen und Lager zu haben. Insgesamt sind auf der Theaterbaustelle bisher etwa 1 500 Tonnen Bauschutt entsorgt worden. Alle Altfundamente im Baufeld sind entfernt. Das alte Maschinenhaus wurde fast komplett entkernt. Nur das historische Dachtragwerk und die Wände sowie einzelne Maschinenfundamente bleiben erhalten. Die Maschinenhalle hat eine 1 860 Quadratmeter große Bodenplatte. Die Arbeiten für die Außenabdichtung sind im Oktober 2014 abgeschlossen worden. Dafür ist ein drei Meter tiefer Graben um die Halle aufgegraben worden. Die Wände erhielten hier eine Bitumenabdichtung. Der Graben ist wieder neu verfüllt. 

Insgesamt werden für die Baustelle etwa 22 000 Kubikmeter Beton und 2200 Tonnen Bewehrungsstahl benötigt. Treppen und Wände werden auch als Fertigteile geliefert. 

Der Rohbau für die neue Theaterstätte könnte im Sommer 2015 abgeschlossen sein. Im Anschluss finden die Ausbauarbeiten im Neubau und der Maschinenhalle statt. Im Herbst 2016 ist die Übergabe der Bauwerke geplant, sodass Theater und Operette Ende 2016 ihren Betrieb in ihrem neuen Zuhause aufnehmen können. 

Die Projektkosten belaufen sich auf etwa 96 Millionen Euro. Projektpartner und -träger sind die Landeshauptstadt Dresden und die Kommunale Immobilien Dresden GmbH und Co. KG. 

Bühnentechnik: Die Ausschreibung für die Bühnentechnik lief bis Ende Oktober 2014. Sechs Bieterfirmen unter anderem aus Österreich, Spanien und Tschechien beteiligten sich. Den Auftrag über rund 8,5 Millionen Euro hat die SBS Bühnentechnik GmbH aus Dresden erhalten. 

Ab Mitte Juni 2014 wurde die während der Bauzeit nötige Grundwasserabsenkung mit sechs Brunnenbohrungen hergestellt. Das Wasser ist in Nähe der Schweriner Straße mit zehn Schluckbrunnen in das Grundwasser filtriert worden.

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