STESAD soll Sanierung im BSZ Altroßthal übernehmen

Aus DNN vom 14.04.2022

Die Dresdner Schulen brauchen in den nächsten fünf Jahren eine Milliarde Euro für Neubau und Sanierung. Diese Rechnung machte Schulbürgermeister Jan Donhauser (CDU) vor dem Stadtrat auf. Es gibt eine besondere Herausforderung.

Die Landeshauptstadt Dresden muss in den kommenden fünf Jahren eine Milliarde Euro in den Neubau und die Sanierung von Schulgebäuden investieren. Das erklärte Schulbürgermeister Jan Donhauser (CDU) am Mittwochnachmittag vor dem Stadtrat. „Wir haben es im Amt für Schulen durchgerechnet und sind auf diese Summe gekommen.“

Früherer Brandschutzchef hilft ehrenamtlich mit

Größtes Problem beim Thema Schulen seien die Anforderungen des Brandschutzes speziell in den Gebäuden vom Typ Dresden, so der Bürgermeister. Das Amt für Schulen habe den früheren Amtsleiter Brand- und Katastrophenschutz, Andreas Rümpel, als ehrenamtlichen Berater für Brandschutzfragen gewinnen können. 2,4 Millionen Euro stünden für die Thematik in diesem Jahr zur Verfügung. Zusätzlich müsse die Verwaltung 3,5 Millionen Euro für den Brandschutz an der Oberschule Pieschen investieren.

Grünen-Fraktionsvorsitzende Agnes Scharnetzky hatte in einer von ihrer Fraktion beantragten Aktuellen Stunde zuvor Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) attackiert und ihm mangelhafte Steuerung bei den größten Investitionsvorhaben der Stadt vorgeworfen. „Es hängt immer wieder zuerst an der Verwaltung, Beschlüsse des Stadtrats umzusetzen.“

Altroßthal hofft auf Sanierung

Eine Aussage, die Schulleiterin Anja Unger vom Berufsschulzentrum für Agrarwirtschaft und Ernährung in Altroßthal bestätigte. 2019 habe sie dem Stadtrat die maroden Klassenzimmer und nicht zeitgemäße Sporthalle präsentiert und darauf verwiesen, dass im Gebäude 2 die Wärmeregulierung über das Öffnen der Fenster vollzogen werde. Der Stadtrat habe den Oberbürgermeister beauftragt, Planungen für eine Sanierung in die Wege zu leiten. Drei Jahre später habe sich an den Zuständen nichts geändert. „Das frustriert, das stört das Vertrauen in die Kommunalpolitik.“

Stesad soll Planung und Bau übernehmen

Donhauser versprach, die Verwaltung werde dem Stadtrat bald vorschlagen, der städtischen Tochter Stesad GmbH Planung und Ausführung der Sanierungsarbeiten in Altroßthal zu übertragen. Schulhausbau sei eine Gemeinschaftsausgabe, die von allen Akteuren der Stadtgesellschaft gemeinsam bewältigt werden müsse.

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