Dem Regen erfolgreich getrotzt – Der Tag der Städtebauförderung in Nickern

Den zu Beginn nassen Außenbedingungen zum Trotz herrschte am Ende des am Sonnabend (11. Mai 2019) von der STESAD und dem Stadtplanungsamt organisierten Tag der Städtebauförderung Zufriedenheit. Zwischen 150 und 200 Besucher versammelten sich im Verlauf der Veranstaltung (14 bis 18 Uhr) auf dem an diesem Tag extra für ein Frühlingsfest gesperrten zentralen (Park)platz in Nickern. Weil das hiesige, in den vergangenen 24 Jahren durch die STESAD im Auftrag der Landeshauptstadt entwickelte Wohngebiet, nun fertiggestellt ist, entschied die Stadt, die Veranstaltung zur 5. Auflage des Tages der Städtebauförderung nach Nickern zu geben.

In relativ kurzer Zeit und in enger Abstimmung mit der Landeshauptstadt, gelang es der STESAD viele lokale Akteure für den Nachmittag zu gewinnen. So folgtem dem Aufruf – trotz vieler dichter Wolken – der Gartenbaubetrieb Hauptmann, die ortsansässige Kita Krea(k)tiv, eine Kinderschminkerin, die Imkerin Kathrin Sobe, die Stadtteilfeuerwehr Lockwitz mit einer Wissensstraße und ihrer Jugendabteilung, die SG Gebergrund Goppeln samt Torwand sowie die Betreiber einer Gulaschkanone. Auch das örtliche Café Tortuga hatte offen. Aufgrund des Wetters musste zwar auf Zuckerwatte und Seifenblasen verzichtet werden, dennoch gab es für die kleinen und großen Gäste viel zu erleben.

Im Mittelpunkt des Interesses stand dabei der überdachte Pavillon von STESAD und Stadtplanungsamt. In diesem gab es zahlreiche historische Bilder aus dem Entwicklungsgebiet zu bestaunen, lagen die druckfrischen Broschüren „Leben zwischen Stadt und Land“ sowie viel weiteres Informationsmaterial für die Besucher zum Mitnehmen parat, wovon diese reichlich Gebrauch machten. Zudem hatte die STESAD die an diesem Tag die im Birkenhain enthüllten Stelen als Druckversion im Pavillon aufgehängt, um die Neugierde der Anwohner auf die vier Schautafeln unterhalb des ehemaligen Stabsgebäudes noch zu steigern.

Bei Wurst, Fischbrötchen, Erbsensuppe oder Kuchen von der Bäckerei Gehre aus Altnickern kamen Stadtplaner, interessierte Anwohner, Architekten, Offizielle und weitere Akteure ins Gespräch. Bis zum späten Nachmittag wurde so tatsächlich ein kleiner Volksfestcharakter erreicht, was sicher auch an den ersten Sonnenstrahlen gelegen hatte, die vereinzelt durch die Wolken drangen. Somit wurden die extra bestellten Liegestühle mit den Logos der Städtebauförderung zunehmend gerne genutzt.

Noch in der trist-verregneten Phase war der offizielle Teil des Tages kurz nach 14 Uhr gestartet. Ansprachen hielten dabei der Amtsleiter des Stadtplanungsamtes Stefan Szuggat, der Stadtbezirksamtsleiter Jörg Lämmerhirt und STESAD-Geschäftsführer Axel Walther. Letzterer betonte in seiner Rede den Stolz auf das in den letzten 24 Jahren auf der ehemaligen Militärbrache erreichte. Immerhin habe das Gebiet die STESAD während ihrer gesamten Unternehmensgeschichte beschäftigt. „Es sind 57 Hektar Fläche entwickelt worden. Das ist so groß wie der Stadtteil Pieschen“, erläuterte Walther die Dimension des ehrgeizigen Unterfangens. Es seien im Verlauf der Jahre viele Problemfelder aufgetaucht, die es zu lösen galt. So habe man in den ersten beiden Jahren der 1995 gestarteten Umstrukturierung ausschließlich mit Abbruch- und Beräumungsmaßnahmen zu tun gehabt. 8 000 Kubikmeter Altlasten seien aus den Böden beseitigt worden. „Das entspricht einer Schlange von Lkw mit 100 Kilometer Länge“, so Walther. In Nickern sei über die Jahre ein sehr lebenswerter, grüner und wunderschöner Lebensraum entstanden, wo heute 2 000 Menschen wohnhaft sind.  

Die Veranstaltung besuchten neben vielen Häuserbauern aus dem Gebiet auch ehemalige Mitarbeiter der STESAD. So freute sich der heutige Abteilungsleiter Stadtentwicklung Markus Kluge über ein Wiedersehen mit seinem einstigen Vorgänger Carsten Henkel. Dieser war extra aus Senftenberg angereist, wo er heute als Chef der Bauverwaltung tätig ist.

Insgesamt schätzten die Teilnehmenden die Veranstaltung als positiv ein. Jeder Mitwirkende dürfte durch das im Tagesverlauf gestiegene Interesse der Nickerner ein einigermaßen erkleckliches Geschäft gemacht und sein Kommen nicht bereut haben. Am Ende des Festes durften dann auch die Beteiligten der STESAD durchatmen und auf die gelungene Planung zurückblicken.

 

 

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