Pulvermühlenpark in Dresden-Löbtau wird eröffnet

Pressemitteilung der LH Dresden vom 07.10.2014

Am Donnerstag, 9. Oktober, 11 Uhr wird der neue Park auf dem 3000 Quadratmeter großen Gelände der ehemaligen Pulvermühle an der Oederaner Straße durch den Leiter des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft, Detlef Thiel, feierlich eröffnet. Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, dabei zu sein. „Ich freue mich, dass hier ein neuer Park auf historischem Areal als weiterer Baustein des Weißeritzgrünzuges entstanden ist“, so Thiel. Er hofft nun auf viele Besucher, die neben der Entspannung im Grünen auch Informationen über die Dresdener Mühlengeschichte im Pulvermühlenpark vermittelt bekommen. Erste Ideen für einen neuen Park an der Weißeritz gab es bereits Anfang 2000 im Umweltamt. Sie sind Schritt für Schritt und mit großem Engagement des Vereins „Zschoner Mühle e. V.“ umgesetzt worden. Der Verein legte zunächst den ehemaligen Mühlgraben wieder frei. Das Landschaftsarchitekturbüro „landschaft + design“ erarbeitete einen Plan, der sowohl der Historie als auch den modernen Ansprüchen an eine Parkanlage gerecht wird. So gibt es nun einen Weg zwischen Oederaner Straße und Fabrikstraße. Der Mühlgraben und die Grundrisse der ehemaligen Mühlengebäude sind erlebbar. Zum Verweilen laden Sitzmauern und zwei Bänke sowie Schautafeln zur Mühlengeschichte ein. Aufmerksame Besucher entdecken während des Baus gefundene Gegenstände in den Gabionenmauern. Ein überdimensionales Mühlespiel symbolisiert die Geschichte des Parks. Der ehemalige Weißeritz-Mühlgrabenverlauf mit seinen vielen historischen Mühlen- und Gewerbestandorten ist im Bodenbelag symbolisiert zu finden. Zwei Silhouettenmühlräder im ehemaligen Mühlgraben veranschaulichen den Standort der kurfürstlich-sächsischen Pulvermühle. Auf dem Gelände fühlen sich auch die streng geschützten Italienischen Mauereidechsen wohl. Während der Bauphase zogen sie in ein „Ersatzquartier“ im Park um. Inzwischen haben Sie ihre Mauern und Schlupflöcher im Mühlgraben wieder zurück.

Planung und Bau des Projektes kosteten insgesamt etwa 350 000 Euro. Die Finanzierung war möglich, dank der Förderung über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Stadtteilentwicklungsprojektes „Dresden West/Friedrichstadt“. Das Stadtplanungsamt beantragte und koordinierte unter Mitwirkung der Gebietsbeauftragten STESAD GmbH die Fördermittel und stellte auch den erforderlichen städtischen Eigenanteil bereit. Gebaut wurde von März bis September 2014.

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