Pressemitteilung zu umfassenden Abbrucharbeiten im Ostragehege

Vorbereitung und Durchführung von Ordnungsmaßnahmen

Die Landeshauptstadt Dresden und die Gesellschaft für Immobilienmanagement mbH Dresden (DGI), eine Tochtergesellschaft der Stadt, sind neben der Messe Dresden GmbH Eigentümer wesentlicher Bereiche der Schlachthofinsel. Der Bereich besitzt neben naturräumlichen Besonderheiten auch wesentliche Bedeutung aufgrund seines historischen Gebäudeensembles, welches Anfang des 20. Jahrhunderts durch den Stadtbaurat Hans Erlwein errichtet wurde und aufgrund seiner Eigenart heute als Kulturdenkmal geschützt ist. Ein Großteil der Grundstücke sind derzeit jedoch ökonomisch mindergenutzt oder brachliegend. Die Durchführung von Ordnungsmaßnahmen (Abbruch und Entsiegelung) ist daher eine wesentliche Voraussetzung für die weitere Entwicklung des Ostrageheges.

Der Abbruch aller brachgefallenen und nicht als Kulturdenkmäler ausgewiesenen Gebäude auf den Grundstücken der DGI und der Landeshauptstadt Dresden wird von der STESAD GmbH gesteuert. Dazu wurde bereits im vergangenen Jahr eine Beräumung auf diesen Grundstücken durchgeführt. Neben verschiedenen Hinterlassenschaften der ehemaligen Nutzer wurden Abfälle und Sondermüll beseitigt. Die Abrisse gelten als wesentliche Voraussetzung für weitere Investitionen auf den derzeit brachliegenden Grundstücken.

Bereitstellung von Fördermitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung

Die Ordnungsmaßnahmen umfassen den Abbruch baulicher Anlagen und die weitere Beräumung der Flächen. Im Rahmen der Abbrüche werden Artenschutzmaßnahmen durchgeführt. An verschiedenen Bestandsgebäuden im Ostragehege werden z. B. Nisthilfen angebracht.

Die Vorhaben auf den Grundstücken der Landeshauptstadt Dresden begannen am 15. März 2010 und sollen auf den Grundstücken der DGI voraussichtlich am 19.04.2010 beginnen. Die gesamten Vorhaben werden 2010 abgeschlossen. Finanziert werden die Maßnahmen unter Einsatz von Fördermitteln der Europäischen Union im Rahmen der Strukturförderung EFRE-Brachen (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung). Die EFRE-Mittel in Höhe von 200 T€ (DGI- Vorhaben), bzw. 47 T€ (Vorhaben der Stadt). werden durch die Landeshauptstadt Dresden zu je fünfundzwanzig Prozent kofinanziert.

Entwicklungsziele für das Ostragehege

Die künftige Entwicklung des Ostrageheges sieht im Wesentlichen für die künftige Nutzung des Geländes die Nutzungsbereiche Freizeit, Erholung vor. Die Anlagen sollen dementsprechend für kulturellen Zwecke, Freizeiteinrichtungen und Ausstellungen zur Verfügung stehen. Weiterhin sollen die bestehenden Nutzungen der Messe und des Sportschulzentrum etabliert werden. So erweitert die Messe derzeit ihr Angebotsspektrum mit dem Bau eines Tagungszentrums. Im Zuge dieser Erweiterung soll in naher Zukunft auch der zentral gelegene Röschenhof saniert werden. Das Sportschulzentrum konnte sich in der Vergangenheit aufgrund der sehr guten Synergieeffekte zu dem im Ostragehege befindlichen Sportkomplex mit dem Heinz-Steyer-Stadion und der Eissporthalle, z. B. im Bereich des Eisschnelllaufens, profilieren.

Die STESAD GmbH verwaltet Grundstücke, welche sich im Eigentum der Landeshauptstadt Dresden und der DGI befinden. Durch die STESAD GmbH werden derzeit vermarktbare Räume und Gebäudeteile vermietet, welche für Zwischennutzungen zur Verfügung stehen bis die Grundstücke und Gebäude einer langfristigen Entwicklungsperspektive zugeführt werden. Ziel der Eigentümer ist es die Grundstücke insgesamt zu revitalisieren um die Entwicklungen im gesamten Ostragehege fortzuführen.

Weitere Maßnahmen zur Entwicklung des Ostrageheges werden zurzeit geplant. So bereitet die STESAD GmbH derzeit als Projektsteuerer die Sanierung des Messeteiches vor. Damit soll eine Verbesserung der Wahrnehmung des Geländes erreicht werden. Außerdem hat die DVB AG einen Antrag auf Planfeststellung eingereicht, um das Ostragehege durch den Bau einer Stadtbahnverbindung besser durch den Öffentlichen Personennahverkehr zu erschließen und so die derzeitigen Nutzungen mit der Stadt zu verknüpfen. Diese Vorhaben sollen Impulse für die weitere Entwicklung und künftige Investitionen im Ostragehege geben.

Zurück