Philharmonie spielt zum Baustart ihres neuen Konzertsaals im Kulturpalast

Pressemitteilung der LH Dresden

An der Fassade des Dresdner Kulturpalastes präsentiert eine Plane die künftige Außengestaltung und den neuen Konzertsaal. Auf der Baustelle laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Der Rückbau des alten Saales ist abgeschlossen. Jetzt beginnen die Arbeiten für den neuen Konzertsaal. Das ist ein Grund zum Feiern für die künftigen Nutzer und Bauleute. Am Donnerstag, 18. September 2014, 11 Uhr fand der feierliche Baustart für den Konzertsaal des Dresdner Kulturpalastes mit Oberbürgermeisterin Helma Orosz, der Dresdner Philharmonie, den Bauleuten und geladenen Gästen statt. Im alten und künftigen Foyer spielten 80 Musikerinnen und Musiker unter der Leitung ihres Chefdirigenten Prof. Michael Sanderling zum Auftakt die Ouvertüre zu „Wilhelm Tell" von Rossini. Nach einer Ansprache der Oberbürgermeisterin und des Geschäftsführers der Kommunalen Immobilien Dresden GmbH & Co. KG, Axel Walther wurde eine Plakette enthüllt, die auf den Baubeginn hinweist und eine Hülse in einer Konzertsaalwand versenkt. Sie ist gefüllt mit Bauplänen und Utensilien der künftigen Nutzer Dresdner Philharmonie, Städtische Bibliotheken und Dresdner Herkuleskeule.

„Für die Dresdner Philharmonie und die Stadt beginnt hier im Dresdner Kulturpalast ein neues Kapitel für die Musik. Der neue Saal ist das Herzstück dieses gewaltigen Umbaus und er wird allerhöchsten Ansprüchen genügen. Er ist ein Meilenstein bei der gesamten Sanierung des Hauses. Ich wünsche den Architekten, Planern und Bauleuten einen unfallfreien und zügigen Baufortschritt. Denken Sie immer daran: Hier in diesen Wänden wird „Dresdens Klang" zu Hause sein", so Oberbürgermeisterin Helma Orosz zur Veranstaltung.

Mit dem neuen Konzertsaal und der Integration der Städtischen Bibliothek in den Kulturpalast soll dem 1969 eröffneten Gebäude wieder seine ursprüngliche zentrale Rolle als kultureller städtischer Treffpunkt zukommen. Die Räume um den Konzertsaal mit dem Foyer zum Altmarkt, dem Chorprobensaal und den Treppenhäusern werden denkmalgerecht erneuert, die Fassaden energetisch saniert. Zentral im Haus wird der neue Konzertsaal integriert. Er wird die Hauptspielstätte der Dresdner Philharmonie und bietet gleichzeitig auch die Möglichkeit einer multifunktionalen Nutzung. Ergänzt wird das Angebot im Haus durch die städtische Zentralbibliothek, den Kabarettsaal der „Herkuleskeule", das Besucherzentrum der Stiftung Frauenkirche und die Dresden-Information. Der neue, weinbergförmige Saal ist das Herzstück des Projektes und bietet Platz für etwa 1 800 Besucher. Die Bühne steht im Zentrum, das Publikum rückt nah an das Podium heran. Um eine optimierte Akustik für Konzerte zu erreichen, verringern die Architekten die Breite des neuen Saales und setzen auf komplex orientierte Flächen, die den Schall im gesamten Raum verteilen. Ein Reflektor oberhalb der Bühne unterstützt das gegenseitige Hören der Musizierenden. Das Podium selbst erhält mobile, elektrisch steuerbare Hubpodeste, mit denen verschiedene Veranstaltungsformen in kurzer Zeit eingerichtet werden können. Optisch prägen klare geometrische Strukturen den neuen Konzertsaal. Den Höhepunkt bildet eine fest installierte Orgel, die mit 55 Registern besonders für das sinfonische Repertoire des 19. und 20. Jahrhunderts geeignet ist und damit einmalig in der Dresdner Orgellandschaft sein wird. Im Bühnengeschoss werden unter anderem Stimmzimmer für verschiedene Instrumentengruppen, Einzelgarderoben für Gastkünstler, ein Lager für Tasteninstrumente, ein internes Bistro und Büros für die Angestellten des Hauses und der Dresdner Philharmonie eingerichtet. Im Erdgeschoss befinden sich ein Probensaal, die Garderoben für die Orchestermitglieder und Lager- und Archivräume. Weitere Lager für Equipment und die Probenräume für Schlagzeug sind im Keller untergebracht. Ein großer Lastenaufzug mit direktem Außenzugang verbindet alle drei Ebenen des Backstage-Bereiches. Der Bühneneingang an der Nordseite ist als zentraler Eingang für Künstler und Personal vorgesehen.

Die Instandsetzung, der Umbau und die Modernisierung des Dresdner Kulturpalastes kosten insgesamt etwa 81,5 Millionen Euro. Etwa sechs Millionen Euro werden zusätzlich für nutzerspezifische Ausstattungen wie Bühnen-, Veranstaltungs- und Medientechnik sowie die Möblierung investiert. Bis März 2017 soll das Gebäude einschließlich des neuen Konzertsaals fertig sein.

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