Neuer Standort für Stadtarchiv an ehemaliger Heeresbäckerei am 1. April in Nutzung gegangen

Im Mai 2018 hatten die letzten Arbeiten zum Umbau des ehemaligen Mehlmagazins zum Endarchiv an der einstigen Heeresbäckerei begonnen. Kürzlich gingen zum 1. April zahlreiche sanierte Räume und Platz für insgesamt 4,3 Kilometer Regale sowie 46 000 Kartons mit Archivmaterial pünktlich in Nutzung. Die STESAD entwickelt und koordiniert das Projekt im Bereich Projektmanagement. Die Herausforderungen für die Räumlichkeiten an dem zuletzt für Hotelappartements genutzten Standort an der Elisabeth-Boer-Straße 7 sind besonders. Denn anders als bei vielen sonstigen Bauprojekten der STESAD tritt sie hier nicht als Projektsteuerer für den Bauherren Landeshauptstadt Dresden auf, sondern für einen privaten Sanierer. Dies ist die R&S Invest aus Frankfurt/Main. Mieter in den drei sanierten Stockwerken wird aber die Stadt in Form des Stadtarchivs sein. Somit waren bei der Realisierung die Belange beider Partner zu berücksichtigen, was seit Beginn der Arbeiten auch gelungen ist. In das nun fertige Endarchiv können nach und nach Aktenbestände aus dem Zwischenarchiv eingelagert werden. Zudem können die Mitarbeiter von Archivdirektor und Amtsleiter Stadtarchiv Thomas Kübler nun vor Ort Akten digitalisieren und katalogisieren. Die inoffizielle Übergabe der Räume erfolgte bereits im Februar 2019.

Zugunsten bestmöglicher Bedingungen, hatten Bauleute vorhandene Fenster zugemauert, um die Akten vor Sonnenstrahlung zu schützen. Lediglich vier Fenster pro Etage wurden zur möglichen Brandrettung belassen. Darüber hinaus wurde LED-Technik eingebaut, Datentechnik sowie eine Klimaanlage angelegt. Denn im Inneren des Archivs, wo zukünftig zusätzlich Platz für 300 Meter Standregale und somit 238 DIN-A0-Fächer vorhanden ist, muss eine konstante Temperatur und Luftfeuchte herrschen. Dies wurde im Endarchiv erreicht. Während an der Fassade keine Ausbesserungen nötig waren, sind sowohl die Brandmeldeanlage ertüchtig als auch ein Einbruchsschutz in den noch vorhandenen Fenstern eingebaut worden. Die Kosten für die Umbaumaßnahme belaufen sich auf circa 1,5 Millionen Euro, welche der Bauherr R&S investiert. Zu den weiteren realisierten Schritten gehörten die Verlängerung des Aufzugs, sodass nun alle insgesamt fünf Etagen per Lift erreichbar sind. Außerdem wurden Wände der ehemaligen Appartements zugunsten großer zusammenhängender Lagerflächen rausgerissen. Die neuen Regale haben die Mitarbeiter des Stadtarchivs ausgesucht. Sie lassen sich leicht manuell bedienen und genügen den Ansprüchen an ein modernes Stadtarchiv.

Erfahrung am Standort hat die STESAD GmbH bereits seit 2008. So wurde im Zeitraum bis Sommer 2012 für 9,5 Millionen Euro ein Zwischenarchiv als Ergänzung zum Stadtarchiv geschaffen. Dazu musste der nördliche ehemalige Getreidespeicher komplett saniert werden. Auftraggeber war hier die Landeshauptstadt Dresden.

Fotos: STESAD GmbH

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