Nächste Hürde für Gymnasium Linkselbisch-Ost (LEO) genommen

Neun Preisrichter*innen hatten während der finalen Preisgerichtssitzung zum interdisziplinären Vergabeverfahren für den Neubau des vierzügigen Gymnasium Linkselbisch-Ost (LEO) am 28. Januar 2020 im Kulturrathaus eine schwierige Entscheidung zu treffen: Aus zwölf Einreichungen von Architektur- und Planungsbüros sollten zunächst sechs, dann drei und schließlich der zu diesem Zeitpunkt beste Entwurf ausgewählt werden. Unter Vorsitz von Architekt Professor Thomas Knerer kam das Gremium letztlich zu der Entscheidung, dass die Vorschläge der Architekten Isfort&Isfort aus Dresden, der RBZ Generalplanungsgesellschaft aus Dresden und der Planungsgesellschaft Sander.Hofrichter aus Berlin die vorgegebenen baulichen Kriterien am besten erfüllen. Anhand eines strengen Kriterienkatalogs wurde jeder Beitrag bereits in einer Vorprüfung bewertet. Die zugrundeliegende Bewertungsskala war Richtschnur für die finale Preisgerichtssitzung. Mit deren Empfehlung ist jedoch noch keine Entscheidung zur Vergabe gefallen. In der letzten Stufe des Gesamtverfahrens, im sogenannten Verhandlungsverfahren, kommt es nunmehr vor allem auf die Lösungsansätze und Herangehensweise zur Projektorganisation und Projektabwicklung an.

Vorher haben jedoch alle interessierte Dresdner*innen ab 6. Februar die Möglichkeit, sich alle Wettbewerbsbeiträge für das zu bauende Schulhaus und die Außenanlagen anzusehen. Dazu wird ab 14 Uhr die Ausstellung zum Planungswettbewerb im Atrium des World Trade Centers, Freiberger Straße 37/39, eröffnet.

Das neue Gymnasium LEO entsteht an der Bodenbacher Straße westlich des an die Margon-Arena angrenzenden Sportplatzes und soll ab Sommer 2024 circa 900 Schüler*innen gute Lernbedingungen bieten. Baustart ist voraussichtlich im Frühjahr 2022. Planungsgrundlage ist der nach RPW 2013 (Richtlinie für Planungswettbewerbe) durchgeführte Wettbewerb als Teil eines interdisziplinären Vergabeverfahrens, in welchem die Planungsbüros zunächst im August 2019 aufgefordert waren, ihre Bewerbungen einzureichen. Nach Sichtung der eingereichten Unterlagen wurden zwölf der deutschlandweit tätigen Büros für die Bearbeitung der Aufgabenstellung zugelassen, die bis zum 9. Dezember 2019 durch Fachleute aus den Bereichen Architektur, Haustechnik, Landschaftsarchitektur, Tragwerksplanung und Brandschutz durchgeführt wurde.

Nunmehr folgt im Verhandlungsverfahren die Auswahl der besten Projektorganisation und Projektabwicklung. Die Entscheidung für die beste bauliche Idee von Isfort&Isfort begründen die Preisrichter mit der gekonnten Ausbildung von Clustern für einzelne Klassenstufen und Fachbereiche. Dies sei ein elementarer Bestandteil der Aufgabenstellung gewesen und im vorliegenden Entwurf vorbildlich gelöst, heißt es in der abschließenden Beurteilung. Durch die schlüssige Anordnung der Cluster, in Verbindung mit den Einschnitten im Gebäude und den daraus resultierenden Freiraumbezügen seien spannende Raumabläufe entstanden, die ein kreatives Lernumfeld beförderten.

„Die Umsetzung des Raumprogrammes ist in sich schlüssig. Der auf den ersten Blick sehr kompakte Baukörper kommt durch die vielen Einschnitte doch sehr leicht daher und bietet eine sehr großzügige Freifläche in den verschiedenen Ebenen an“, heißt es in der Begründung weiter.

Die Ausstellung im World Trade Center wird für die Öffentlichkeit bis einschließlich 26. Februar 2020 zugänglich sein.

Foto/Visualisierung (3): Isfort&Isfort Architekten Klipphausen, RBZ Generalplanungsgesellschaft Dresden, Planungsgesellschaft Sander.Hofrichter Berlin

 

Zurück