Wichtiger Schritt für Kita-Neubau an der Hopfgartenstrasse: Fertigbauteile aus Holz montiert.

Rege Bautätigkeiten mit zum Teil imposanten Blicken auf Lasten bewegende Kräne sind in diesen frühen Februartagen an der Baustelle Hopfgartenstraße 9 in Johannstadt-Nord zu beobachten.

Wo ab Oktober dieses Jahres 192 Kinder spielen, lernen und sich altersgerecht entwickeln sollen, wird mit der Anlieferung von Fertigbauteilen aus Holz jetzt ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Fertigstellung gegangen. Bereits Ende Februar soll der Rohbau stehen. Dass es so schnell geht, liegt an der nicht alltäglichen Bauweise, die die STESAD als Projektverantwortlicher – wie den gesamten Neubau - im Auftrag des Eigenbetriebs Kindertageseinrichtungen koordiniert. Dazu werden vorher gefertigte Holzelemente im Stück per Lkw angeliefert und dann passgenau an die dafür vorgesehenen Stellen eingesetzt. Die Elemente werden von Züblin Timber, einem auf anspruchsvolle und zukunftsweisende Lösungen im Holzingenieurbau spezialisierten Unternehmen aus Bayern, geliefert. Lediglich die beiden Treppenhäuser werden aus Stahlbeton gefertigt, der Rest des Rohbaus besteht aus Brettsperrholzelementen. Damit wird ein nachwachsender Rohstoff genutzt, was zum für die STESAD immer wichtiger werdenden Fokus passt, so nachhaltig und ressourcenschonend wie möglich zu bauen.

Gleichwohl der Kitaneubau nicht der erste in dieser Bauweise ist, so ist die koordinative Leistung von Planern, Bauleitern und Bauarbeitern nicht alltäglich. Immerhin muss im Vorhinein genau bedacht werden, wo in den Fertigteilen zum Beispiel Platz für Aussparungen für Steckdosen, Versorgungskabel, Belüftungsschächte und weiteres gelassen werden muss. Allerdings lohnt der Aufwand, da der Zusammenbau mit den Holzelementen „aus einem Guss“ letztlich deutlich schneller voran geht, als wenn mehrere Gewerke hintereinander auf der Baustelle tätig werden müssten. Auch bei den beiden bereits in Planung befindlichen Kitas an der Michelangelostraße sowie auf der Fabricestraße soll mit den Holzelementen gearbeitet werden. Auch hier wird die STESAD als Projektsteurer der beiden Gesamtvorhaben tätig sein. Die Projektkosten für den Neubau an der Hopfgartenstraße 9 – wo nicht nur das Gebäude, sondern auch die kompletten Außenanlagen samt Spielgeräten hergestellt werden – werden sich auf circa 5,8 Millionen Euro belaufen.

Aus der Kinderbetreuungsfinanzierung des Bundes und vom Sächsischen Kultusministerium gibt es dazu eine Förderung in Höhe knapp 2,3 Millionen Euro.

Fotos: STESAD GmbH

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