So geht es am Heinz-Steyer-Stadion weiter

Das Ziel ist gesteckt. Die Stadt Dresden möchte das 1919 erbaute Heinz-Steyer-Stadion im Ostra-Gehege für rund 37 Millionen Euro sanieren und modernisieren. Dazu hatte die Stesad GmbH in Zusammenarbeit mit O+M Architekten im Sommer 2018 eine Entwicklungsstudie für den Umbau in eine moderne Multifunktionsarena vorgestellt.

Danach soll der Nutzungsschwerpunkt des Stadions weiterhin auf den Sportarten Leichtathletik, American Football und Fußball sowie dem Schulsport liegen. Geplant ist der Umbau zu einem Stadion mit 5 000 überdachten Sitzplätzen. Diese Kapazität entspricht den Anforderungen für den regulären Spiel- und Wettkampfbetrieb der nutzenden Vereine. Durch mobile Tribünen im Kurvenbereich kann das Stadion auf mehr als 10 000 Sitzplätze erweitert werden. So sieht es die Basisvariante vor, für die sich der Stadtrat im September 2018 ausgesprochen und Geld im Haushalt ab 2019 eingeplant hat. Inbegriffen sind zudem ein neues Parkdeck mit Zufahrtsmöglichkeit auf Ebene der Magdeburger Straße sowie ein multifunktionaler Vorplatz, der gemeinsam mit der BallsportArena bspw. für Großveranstaltungen (so etwa Public Viewing) genutzt werden kann. Weiterhin soll ein zentraler Info-Pavillon auf dem Vorplatz angeordnet werden. Dieser soll als zentrale Anlaufstelle für den gesamten Sportpark dienen. Den größten Baustein bildet das neue Südtribünengebäude als dominantes künftiges Hauptgebäude. In dem über 100 Meter langen Gebäude sind sämtliche Sportflächen, Umkleidebereiche, Geschäftsstellen sowie die Fechterhalle integriert.

Perspektivvariante mit neuer Rollsport-/ Eistrainingshalle und Sportinternat

Im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung des Stadions und seines Umfeldes wurde die Entwicklungsstudie der STESAD um ein „Perspektivszenario“ erweitert. Möglich wäre es etwa, die Sitzplatzkapazität des Stadions durch den dauerhaften Ausbau der Ost- oder Westkurve auf über 8.000 Plätze zu erweitern. Weiter könnten die Kurvenbereiche aufgestockt werden, wodurch mehr als 10.000 Sitz- und Stehplätze erreicht werden würden. Das Perspektivszenario sieht vor, die Fläche an der Magdeburger Straße baulich zu erweitern. Oberhalb der Parkebene könnte sich dann entweder die neue Eistrainingshalle des ESC Dresden mit Integration des Rollsports oder die Trainingsfelder des DSC-Fußball anschließen. Klare Vorteile würde laut der STESAD-Studie die Variante „Rollsport- und Eistrainingshalle“ bieten, da hier zum einen keine Konflikte wegen Lärmbelästigungen des Pflegeheims an der Magdeburger Straße zu erwarten wären, zum anderen die planungsfachliche Verträglichkeit im Umfeld stärker gegeben wäre. Die erweiterte Variante ergänzen würden ein neues Kleinspielfeld für den DSC Fußball, ein Sport-Internat mit bis zu 100 Plätzen sowie eine neue Geräteturnhalle.  Die Perspektivvariante würde -Preisstand IV.Quartal 2017- rund 22,5 Millionen Euro mehr kosten als der Basisausbau.

Um den Ausbau der Perspektivvariante weiter voranzutreiben hofft die Stadt auf Fördergelder. Im August 2018 wurde sich für ein Fördermittelprogramm beworben. Die Entscheidung, ob und in welcher Höhe gefördert wird, dürfte im März diesen Jahres fallen.

Den Abschluss der Ausschreibungen für Planung und Bau erwartet die STESAD bis Ende 2020. Im Ergebnis wird der Zuschlag für die Maßnahme erfolgen. Der erste Lenkungskreis unter Beteiligung des Eigenbetriebs Sport, der Projektverantwortlichen, der Stadtratsfraktionen sowie Nutzern des Stadions fand bereits statt. Die Grundlage für die aktuelle Planung bietet zunächst die Basisvariante mit dem Finanzvolumen von 37 Millionen Euro. Momentan werden bei der STESAD die Vergabeunterlagen vorbereitet, das Raumprogramm definiert und die Formulierung der Aufgabenstellung für das Sportzentrum im Ostra-Gehege auf den Weg gebracht.

 

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