Entwicklung des Ostrageheges gewinnt an Fahrt – Ostrapark 1 GbR investiert

Die STESAD GmbH entwickelt und vermarktet im Auftrag der Landeshauptstadt Dresden und der Gesellschaft für Immobilienwirtschaft Dresden mbH (DGI) das Ostragehege. Herzstück des Ostrageheges ist die bis 1994 durch den Dresdner Vieh- und Schlachthof genutzte 55 ha große Messeinsel (ehemals Schlachthofinsel).

Der Dresdner Vieh- und Schlachthof wurde zwischen 1906 und 1910 durch den Stadtbaurat Hans Erlwein auf einer großflächigen Aufschüttung errichtet. Die Aushubmassen wurden durch den Bau der Friedrichstädter Flutrinne und die Anlage des Hafenbeckens in der benachbarten Friedrichstadt gewonnen. Der Dresdner Vieh- und Schlachthof zählte seinerzeit zu den größten und modernsten Schlachthöfen Deutschlands. Das noch heute in seinen wesentlichen Grundzügen erhaltene Erlweinsche Ensemble steht in seiner Sachgesamtheit unter Denkmalschutz und umfasst mehr als 30 gelistete Einzeldenkmale.

Mit dem Ausbau von Teilen der denkmalgeschützten Schlachthofhallen als neuer Standort der Messe Dresden wurde 1999 ein Konversionsprozess eingeleitet, der jedoch zwischenzeitlich an Dynamik verloren hatte. 2008 wurde eine Projektgruppe eingesetzt, um dieses hochwertige nur 1,5 km elbabwärts vom historischen Stadtzentrum gelegene Entwicklungspotential zu aktivieren. Die Federführung liegt beim Ersten Bürgermeister und Beigeordneten für Wirtschaft Herrn Hilbert. In dieser Projektgruppe haben die STESAD, die Ämter der Stadtverwaltung, die Messe Dresden und die DGI das städtebauliche Konzept modifiziert, ein Erschließungskonzept sowie ein Umsetzungskonzept entwickelt. Ziel ist es, die Standortentwicklung bis 2015 im Wesentlichen abzuschließen.

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Die Messe Dresden hat mit dem gerade abgeschlossenen Bau des Tagungszentrums „Börse Dresden“ und der Qualifizierung der Veranstaltungslocation „Rinne Dresden“ weitere Entwicklungsimpulse ausgelöst. Mit der im letzten Monat getroffenen Entscheidung des Stadtrates, den am Altmarkt gelegenen Kulturpalast für die Dresdner Philharmonie auszubauen und Veranstaltungen der Unterhaltungsmusik in das Ostragehege zu verlegen ist mit einer weiteren funktionalen Aufwertung und Steigerung der öffentlichen Wahrnehmung der Messeinsel zu rechnen.

Die Dresdner Sportschule mit Sportgymnasium und Sportmittelschule sowie angegliedertem Internat sind inzwischen fest etabliert. Die durch das denkmalgeschützte Ensemble der Erlweinischen Schlachthofbauten geprägte Messeinsel soll als Standort für Ausstellungen, Kultur- und Kreativwirtschaft sowie Freizeit weiter qualifiziert werden.

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Vor wenigen Tagen wurde ein Kaufvertrag mit dem Dresdner Unternehmen Ostrapark 1 GbR notariell beurkundet. Die Ostrapark 1 GbR baut die östliche Hälfte der alten Großviehhalle zu einer Eventhalle mit Erlebnisgastronomie um. Im früheren Schafstall am Messeteich wird ein Café mit Freisitzen entstehen.

Die noch zur Verfügung stehenden Baufelder haben eine Größe von 15 ha und sollen bis Ende 2015 weitestgehend entwickelt werden. Die STESAD GmbH führt intensive Verhandlungen zur Vermarktung weiterer Liegenschaften. So soll die ehemalige Fettschmelze als Standort für Medienbüros, Filmstudios bzw. Internetdienstleister entwickelt sowie das alte Kessel und Maschinenbau (im Volksmund „Schweinedom“ genannt) zum Hotel umgebaut werden. In zwei historischen Futterställen soll auch in diesem Jahr wieder die internationale Kunstausstellung Ostrale über einen deutlich verlängerten Zeitraum von 9 Wochen stattfinden.

Die Landeshauptstadt Dresden unterstützt diesen Entwicklungsprozess durch flankierende Infrastrukturmaßnahmen. Die STESAD hat im Auftrag der Landeshauptstadt Dresden und die DGI den Abriss von 21 zu DDR-Zeiten errichteten Funktionsbauten und die Entsorgung von Ablagerungen gesteuert, um Investoren optimale Umfeldbedingungen bieten zu können. Die durch die STESAD betreute Sanierung des Messeteiches wird zeitnah abgeschlossen.

Die Dresdner Verkehrsbetriebe AG realisiert zur Zeit die Stadtbahnanbindung des Ostrageheges Die Stadtbahn wird zu dem am 1. Juni 2011 beginnenden 33. Evangelischen Kirchentag den Betrieb aufnehmen. Die Veranstalter nutzen die Messeinsel als einen zentralen Veranstaltungs- und Logistikstandort. Die Dresdner und auswärtigen Besucher werden die Gelegenheit haben, das malerisch in einen Elbbogen eingebettete Ostragehege zu erleben.

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