Dresden gründet neue kommunale Wohnungsbaugesellschaft „Wohnen in Dresden“

Pressemitteilung der LH Dresden

 

„Mit der Gründung der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft ,Wohnen in Dresden‘ schreiben wir ein neues Kapitel der Dresdner Wohnungsmarktpolitik“, sagt die Beigeordnete für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Wohnen, Dr. Kristin Klaudia Kaufmann und weist auf drei Punkte hin:

1. Neue städtische Wohnungsbaugesellschaft wurde am 19. September 2017 gegründet. Die Urkunde zur Gründung der „Wohnen in Dresden GmbH & Co. KG“ (WID) wurde heute, 19. September 2017, notariell beglaubigt. Voll geschäfts- und arbeitsfähig wird die neue Gesellschaft mit dem Eintrag im Handelsregister und der kommunalrechtlichen Genehmigung voraussichtlich Mitte November sein. „Damit kann die Stadt ihre ambitionierten Ziele zum Aufbau eines eigenen kommunalen Wohnungsbestands sukzessiv weiter umsetzen. Wir tun das nicht der Vergangenheit wegen, sondern für die Zukunft“, betont Kaufmann.

Vorrangiges Unternehmensziel ist, in den nächsten drei Jahren 800 belegungsgebundene Wohnungen zu schaffen. Die neuen Gebäude werden in verschiedenen Stadtteilen entstehen. Dadurch entsteht eine gute Durchmischung der Wohnquartiere. Die städtische Projektentwicklungsgesellschaft STESAD hat bereits Planungen für die Bauvorhaben erstellt. Mit ihrer heutigen Gründung übernimmt die WID die Projekte von der STESAD.

Die Landeshauptstadt Dresden hatte ihr bis dato kommunales Wohnungsunternehmen, die WOBA Dresden, und ihre Gruppengesellschaften 2006 an einen privaten Investor verkauft. Am 2. März 2017 beschloss der Stadtrat die Gründung einer neuen städtischen Wohnungsbaugesellschaft.

2. Sozialer Wohnungsbau ist auch für private Investoren attraktiv. Nicht nur die WID baut in Dresden preiswerte Wohnungen. Die Stadtverwaltung setzt auf das Engagement aller Akteure: „Den sozialen Wohnungsmarkt schafft die Stadt nicht allein. Das Förderprogramm für belegungsgebundenen Mietwohnraum richtet sich ausdrücklich auch an private Investoren“, fügt Kaufmann hinzu.

Das Förderprogramm ist so gestaltet, dass Grundstückseigentümer einen finanziellen Zuschuss für Wohnungsbaumaßnahmen erhalten, wenn sie mietpreis- und belegungsgebundene Wohnungen durch Neubau oder Umbau schaffen. Der Stadtrat hat die Dresdner Richtlinie zur sozialen Mietwohnraumförderung am 7. September 2017 beschlossen.

Diese Richtlinie regelt die Prioritäten und das Verfahren für die Bewilligung der Fördermittel aus dem Förderprogramm des Freistaats Sachsen. Für den sozialen Wohnungsbau in Dresden steht in diesem Jahr ein Gesamtbudget von 21,6 Millionen Euro zur Verfügung.

3. Die Stadtverwaltung hat ein wachsames Auge auf den Wohnungsmarkt. In den letzten Jahren hat die Stadt ihre Wohnungsmarktberichterstattung schrittweise verfeinert. „Mit dem qualifizierten Mietspiegel, dem schlüssigen Konzept für die angemessenen Kosten der Unterkunft, dem Wohnungsmarktbericht und einer Reihe weiterer spezifischer Instrumente nehmen wir den lokalen und regionalen Wohnungsmarkt regelmäßig unter die Lupe. Mit dem Wohnkonzept, das derzeit erstellt wird, gehen wir noch einen Schritt weiter. Gemeinsam mit Experten aus Wirtschaft, Politik und Forschung definieren wir Koordinaten für das soziale Wohnen von morgen und übermorgen“, führt die Bürgermeisterin aus.

Das Wohnkonzept soll 2018 fertig sein. Flankiert wird die Erstellung des Wohnkonzepts mit einer Reihe von Maßnahmen innerhalb der Stadtverwaltung. So entsteht im Oktober 2017 eine neue Abteilung „Wohnungsfürsorge“ im Sozialamt. Die neue Einheit wird Hilfen für wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Einwohner aus einer Hand anbieten. In dieser Abteilung wird auch die zentrale Wohnberatung angesiedelt sein. Diese neue Beratungsstelle wird vor allem Senioren und behinderten Menschen bei der Suche nach geeignetem Wohnraum in Dresden bzw. bei der Anpassung ihrer aktuellen Wohnungen beraten und unterstützen. Zwei Wohnberater sollen Anfang 2018 ihre Arbeit aufnehmen. Weitere Informationen zum Thema Wohnen in Dresden: www.dresden.de/wohnen

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