Blick auf den Konzerthimmel

Pressemitteilung der LH Dresden

 

Projektleiter Thomas Puls informierte heute, 25. Mai 2016 über den aktuellen Stand der Bauarbeiten im Dresdner Kulturpalast. Im April 2017 soll der Dresdner Kulturpalast wieder eröffnet werden. Die Bauarbeiten laufen nach Plan. Im Konzertsaal sind bereits die ersten Elemente der Akustikdecke fertig. Bei einer Saalhöhe von über 22 Metern kann hier nur mit Podesten gearbeitet werden. Die oberste Stufe des Podestes ist nun abgebaut und um etwa sechs Meter nach unten versetzt worden, damit die Saaldecke weiter vervollständigt werden kann. Nun ist ein erster Blick auf den Saalhimmel frei.

Der neue, weinbergförmige Saal ist das Herzstück des Kulturpalastes und wird Platz für 1785 Besucher bieten. Die Bühne steht im Zentrum, das Publikum rückt nah an das Podium heran. Der neue Saal wird schmaler als der alte Saal.

Neue Dimensionen und differenzierte Strukturen  der Oberfläche sind wesentliche Voraussetzungen für eine optimale Akustik. Ein Reflektor oberhalb der Bühne unterstützt das gegenseitige Hören der Musizierenden. Das Podium selbst erhält mobile, elektrisch steuerbare Hub-Podeste, mit denen verschiedene Veranstaltungsformen in kurzer Zeit eingerichtet werden können. Optisch prägen klare geometrische Strukturen den neuen Konzertsaal. Den Höhepunkt bildet eine fest installierte Orgel, die mit 55 Registern besonders für das sinfonische Repertoire des 19. und 20. Jahrhunderts geeignet ist und damit einmalig in der Dresdner Orgellandschaft sein wird.

Mit der Neukonzeption des Kulturpalastes soll dem 1969 eröffneten Gebäude wieder seine ursprüngliche zentrale Rolle als kultureller städtischer Treffpunkt gegeben werden. Der zentrale Konzertsaal mit den Foyer-Flächen zum Altmarkt, der Chorprobensaal und die zentralen Treppenhäuser werden denkmalgerecht erneuert, die Fassaden energetisch saniert. Der Konzertsaal wird die Hauptspielstätte der Dresdner Philharmonie und bietet gleichzeitig auch die Möglichkeit einer multifunktionalen Nutzung. Ergänzt wird das Haus durch die städtische Zentralbibliothek und den Kabarettsaal „Herkuleskeule“. Im Bühnengeschoss werden unter anderem Stimmzimmer für verschiedene Instrumentengruppen, Einzelgarderoben für Gastkünstler, ein Lager für Tasteninstrumente, ein internes Bistro und Büros für die Angestellten des Hauses und der Dresdner Philharmonie eingerichtet. Im Erdgeschoss befinden sich ein Probensaal, die Garderoben für die Orchestermitglieder und Lager- und Archivräume. Weitere Lager für Equipment und die Proberäume für Schlagzeug sind im Keller untergebracht. Ein großer Lastenaufzug mit direktem Außenzugang verbindet alle drei Ebenen des Backstage-Bereiches. Der Bühneneingang an der Nordseite ist als zentraler Eingang für Künstler und Personal vorgesehen. Den Auftrag für den Ausbau des Konzertsaales erhielt die Firma Lindner AG. Referenzen des Unternehmens sind u. a. Konzertsäle in Kopenhagen und Paris. Der Ausbau des Dresdner Konzertsaales hat im August 2015 begonnen und wir bis Ende 2016 abgeschlossen sein.

Aktuelle Arbeiten im Haus:

  • Saal: Als nächstes werden die Holzfurniere an den Wänden montiert. Parallel werden Arbeiten an den Brüstungen und den Druckluftböden  im 1. und 2. Rang realisiert. Die bereits eingebauten Hub-Podien werden mit der Holzoberfläche versehen.

  • Foyer: Die Mogi-Decke (Modellgips) wurde teilweise bereits montiert.

  • Bibliothek: Hier ist die Haustechnik fast fertig installiert. Als nächstes folgen die Kühldecken. Die  Trockenbauarbeiten werden schrittweise beendet, je nach Fortschritt der Haustechnikinstallationen.

  • Herkuleskeule: Hier beginnt nun der Ausbau von Zuschauerraum und Bühne. Die Fertigstellung ist für Ende Dezember 2016 geplant.

  • Außenbereich: Aktuell wird das Wandbild an der Schlossstraße saniert. Das Gerüst an der Fassade wird abschnittsweise abgebaut. Einige Planen werden bereits jetzt abgenommen. Der Rückbau des Gerüstes beginnt ab Juli 2016. Die Arbeiten an den Freianlagen sollen im September 2016 starten. Bis dahin ist dann auch das Fassadengerüst vollständig gefallen.

Fotos: STESAD GmbH

Zurück