Baustellenbesichtigung an Dresdner Schulen

Bürgermeister Winfried Lehmann informierte heute, 15. August 2013, exemplarisch an vier Schulstandorten über den Stand der Baumaßnahmen. Die Sommerferien 2013 werden genutzt, um an 54 Schulgebäuden Schäden des Junihochwassers zu beseitigen, Brandschutzmaßnahmen durchzuführen, die Gebäude instand zu setzten und Bauinvestitionen umzusetzen.


Die 129. Grundschule am Otto-Dix-Ring 57 ist eine der sechs Dresdner Typenschulen, an denen eine energetische Sanierung durchgeführt wird. Dabei werden die Dächer und die Fassaden entsprechend der Energieeinsparverordnung mit einer Wärmedämmung versehen und die Fenster und Eingangstüranlagen erneuert. Bei der 129. Grundschule ist das Dach bereits vor wenigen Jahren energetisch saniert worden. An dieser Schule werden außerdem die Sanitäreinrichtungen erneuert. Die Kosten belaufen sich auf rund 2,2 Millionen Euro. Die Fertigstellung ist für den Oktober dieses Jahres vorgesehen. Insgesamt wurden im Paket der energetischen Sanierung bis Herbst 2013 rund 11,4 Millionen Euro investiert. Der Freistaat Sachsen unterstützt die Maßnahmen mit Fördergeldern aus dem Städtebau in Höhe von etwa sieben Millionen Euro.


Die im Sommer letzten Jahres begonnene Gesamtsanierung und Erweiterung der denkmalgeschützten 90. Grundschule an der Kleinlugaer Straße 25, gebaut 1899 soll im Oktober 2013 abgeschlossen sein. Dabei werden Werkräume, eine Küche, eine Bibliothek und Horträume neu geschaffen. Außerdem wird eine Einfeld-Sporthalle in den neuen Anbau integriert. Die Baukosten belaufen sich auf 5,8 Millionen und werden komplett aus dem städtischen Haushalt finanziert.


Der gesamte Keller sowie Teile des Hochparterre der 64. Mittelschule an der Linzer Straße 1 in Laubegast standen während des Elbeflut Anfang Juni unter Wasser. Teile der Schülerschaft mussten daher vor Ferienbeginn an die 121. Mittelschule in Prohlis ausweichen. Nunmehr unternimmt die Stadtverwaltung alle Anstrengungen, zumindest den Großteil der Mittelschule mit Beginn des neuen Schuljahres wieder für den Unterrichtsbetrieb nutzbar zu machen. Durch das Elbewasser sind große Teile des Kellergeschosses kontaminiert. Der Keller muss deshalb komplett saniert werden. Im Erdgeschoss werden die betroffenen Bereiche getrocknet und mit neuem Bodenbelag versehen. Zur Vorbeugung und zum Schutz vor zukünftigem Hochwasser erfolgt die Installation im Kellergeschoss komplett auf Putz, die elektrischen Anlagen sowie die Notstromversorgung werden ins Erdgeschoss verlegt. Die Sporthalle wurde während des Hochwassers gezielt geflutet, um ein Auftreiben der Halle zu verhindern. Der Schwingboden, Innentüren sowie Teile der Prallwand müssen deshalb ausgetauscht werden. Die Sporthalle wird voraussichtlich erst nach den Winterferien 2014 wieder genutzt werden können. Der geschätzte Schaden an beiden Gebäuden beläuft sich auf rund 1,1 Millionen Euro.

 
Im Mai letzten Jahres beschloss der Stadtrat die Gesamtsanierung und den Umbau des denkmalgeschützten Hans-Erlwein-Gymnasiums an der Eibenstocker Straße 30, in Gruna. Das Gebäude erhält eine Bibliothek, eine neue Mensa und völlig neue Wegebeziehungen. Ergänzend kam im Januar 2013 ein Beschluss zum Neubau einer Dreifeld-Sporthalle hinzu. Rund 23,8 Millionen Euro kosten die beiden Vorhaben insgesamt. Der Neubau der Sporthalle wird durch den Freistaat Sachsen mit rund 2,2 Millionen Euro gefördert. Zum Schuljahr 2014/15 sollen die Baumaßnahmen so weit abgeschlossen sein, dass der Schulbetrieb wieder aufgenommen werden kann. Bis dahin findet der Unterricht im Ausweichstandort auf der Boxberger Straße statt.

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