Geschichte
Luftaufnahme des Sanierungsgebietes Plauen (2002)
- Dresden-Plauen ist eines der noch erhaltenen Stadtteile Dresdens des ausgehenden 19. Jahrhunderts, die sich an die zerstörte Innenstadt (in engerer Umgebung die zerstörte Südvorstadt) anschließen
- die erste urkundliche Erwähnung des Stadtteils erfolgte 1206
- das Oberdorf am heutigen F.-C.-Weißkopf-Platz hat sich aus einem Rundlingsdorf gebildet
- das später dazugewachsene Niederdorf erstreckte sich unmittelbar am rechten Ufer der Weißeritz als Sackgassendorf an der Wassergasse, heute Hofmühlenstraße
- an deren Ostseite befindet sich heute der historische Dorfkern Plauen
- die Weißeritz lieferte auch die Antriebskraft für die Mühlen, denen man im 16. Jahrhundert große Aufmerksamkeit zuwandte
- 1852 wurde die Hofmühle pachtweise von Traugott Bienert übernommen
- am 1. Januar 1903 wurde Plauen nach Dresden eingemeindet
- in den Jahren des II. Weltkrieges und danach hat das Viertel durch den Mangel an Instandsetzung, Reparatur und Investitionen sehr stark gelitten
Sanierungsgebiet Plauen
Spielplatz Bienertstrasse
- auf Grund der vielfältigen funktionalen, städtebaulichen und sozialen Probleme wurde im Jahr 1994 eine Teilfläche Plauens zum Sanierungsgebiet erklärt
- Ziel: der historisch gewachsene und auch heute einem Ortsteilzentrum angemessene Charakter dieses Stadtteils als ein Gebiet der kleinteiligen Mischung von Wohn- und Gewerbenutzung soll weitgehend bewahrt und weiter entwickelt werden
- das Sanierungsgebiet liegt im Kontaktbereich zweier sehr unterschiedlicher Raumcharaktere
- nördlich erstreckt sich das gewerblich geprägte, historisch an der Bahntrasse gewachsene Areal mit einer Vielzahl ungenutzter Industrieflächen, damit besteht eine starke Barrierewirkung zwischen den Stadtteilen Südvorstadt/Plauen einerseits und Löbtau/Dresden West andererseits
- in südlicher Richtung steht das Sanierungsgebiet im Einfluss einer naturräumlich geprägten Fläche mit historischen Bezügen (Dorfkern Plauen, Bienertmühlenareal)
Jugendzentrum Plauener Bahnhof / Stadtteilhaus
- zu Beginn der Sanierung wurde mit den geförderten Sicherungsmaßnahmen an Wohngebäuden der weitere Verfall aufgehalten und die Modernisierung und Instandhaltung der Wohngebäude ermöglicht
- Hauptschwerpunkt der städtebaulichen Erneuerung in den letzten beiden Jahren war die Gestaltung des Wohnumfeldes
- zum einen wurden Spielplätze auf der Zwickauer Straße und Bienertstraße umgestaltet und das Jugendzentrum Plauener Bahnhof saniert
- zum anderen konnte die Straßenraumgestaltung auf der Zwickauer Straße, Straße Altplauen mit angrenzender Stützmauer, der Südfahrbahn des F.-C.-Weiskopf-Platz sowie der Reckestrasse in 2 Bauabschnitten abgeschlossen werden
- die Erneuerung und teilweise Neupflanzung von Straßenbäumen, die Errichtung neuer Straßenbeleuchtungsanlagen sowie die Einordnung von Stadtmöbeln bewirkte eine erhebliche qualitative Aufwertung des Straßenraumes
- neben der günstigen Anbindung des Sanierungsgebietes an das Stadtzentrum und der weiteren Auflebung des Ortsteilzentrums von Plauen um das rekonstruierte Plauener Neorenaissance-Rathaus haben alle bisher durchgeführten Maßnahmen dazu beigetragen, dass die Wohnqualität im Sanierungsgebiet wesentlich erhöht wurde
künftige Schwerpunkte
Zwickauer Straße nach Umgestaltung
- Straßenbaumaßnahmen, Umgestaltung des öffentlichen Raums: Bienertstraße und Hofmühlenstraße
- Ordnungsmaßnahmen: Altplauen 26/28
- Baumaßnahmen: Rekonstruktion der denkmalgeschützten Gebäude des ehemaligen Plauener Dorfkerns