Hintergrund
Luftanufnahme des Sanierungsgebietes (1999)
- das Bund-Länder-Programm "Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen" dient der Vorbereitung und Durchführung städtebaulicher Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen zum weiteren Abbau von städtebaulichen Missständen und Entwicklungsdefiziten
Sanierungsziele und -ergebnisse
Eröffnung eines Spielplatzes auf der Böhmischen Straße
Der besondere Wert der Äußeren Neustadt besteht darin, dass sie der Stadt Dresden trotz verheerender Kriegszerstörungen im 2. Weltkrieg bis heute fast vollständig erhalten geblieben ist; damit verfügt Dresden über ein städtebauliches Ensemble der Baukunst des 19. Jahrhunderts.
Auf Grund vielfältiger funktionaler, städtebaulicher und sozialer Probleme wurde im Jahr 1991 die Äußere Neustadt zum ersten und gleichzeitig größten Sanierungsgebiet erklärt. Ziel der Sanierungs- und Verbesserungsmaßnahmen ist die Entwicklung der Äußeren Neustadt zu einem attraktiven Quartier mit kleinteiliger Mischung von Wohn- und Gewerbenutzungen.
Der Schwerpunkt der ersten Jahre lag auf der Erhaltung der Bausubstanz (Sicherungsmaßnahmen), folgend die Instandsetzung und Modernisierung der Gebäude. Dazu wurden mit Eigentümern entsprechende Förderverträge über den Einsatz von Städtebaufördermitteln geschlossen. Heute sind fast 9 von 10 Wohnungen im Sanierungsgebiet instandgesetzt und modernisiert.
Seit 1998 liegt der Hauptschwerpunkt der städtebaulichen Erneuerung in der Gestaltung des Wohnumfeldes und der Qualifizierung der sozialen Infrastruktur. Spielplätze, Straßenräume und Gemeindebedarfseinrichtungen wurden und werden instandgesetzt, modernisiert und erheblich aufgewertet.
Bis zur geplanten Schließung des Sanierungsgebietes im Jahr 2016 sind wichtige Einzelmaßnahmen wie die Umgestaltung der Straßenräume um die Martin-Luther-Kirche, das Umfeld um das Kulturzentrum Scheune und die Erweiterung des Abenteuerspielplatzes Panama/Louisengrün für Schul- und Kindergartennutzung sowie dem öffentlichen Spielplatz zu realisieren.
Maßnahmen
Alaunstrasse nach der Umgestaltung
- In den Jahren 2006 bis 2009 wurden die Gebäude der Musikschule der Stadt das Heinrich-Schütz-Konservatorium Dresden e.V. für modernen Musikunterricht umgebaut und saniert. Die Musikschule hast fast 5.000 Schüler im Alter von 6 Monaten bis in das hohe Rentenalter. Die Sanierung erfolgte durch die STESAD GmbH, dem treuhänderischen Sanierungsträger der Stadt Dresden.
- Eine der wichtigsten Aufgaben im Sanierungsprozess war der Wiederaufbau des 1894 errichteten Nordbades. Im Dezember des Jahres 1996 wurde das Projekt unter Federführung des STESAD GmbH fertiggestelt und seitdem steht das Bad wieder den Bewohnern und Besuchern der Äußeren Neustadt und angrenzender Stadtteile zur Nutzung zur Verfügung.
- Verbesserung der Wohnqualität durch Begrünung, Umgestaltung und Neuschaffung von Spielplätzen
- Im Vordegrund der Ziele der Stadterneuerung steht seit 1998 die Aufwertung des Straßenraumes und die Ordnung des ruhenden und fließenden Verkehrs. Aufbauend auf dem Straßenraumgestaltungskonezpt wurden besonders in den Wohnstraßen die Straßenräume saniert.