Nordbad

Leistungszeit: 1993 - 1997

Leistungen der STESAD GmbH

  • Projektentwicklung, insbesondere Entwicklung eines Finanzierungs- und Betreibermodells
  • Bürger- und Öffentlichkeitsbeteiligung
  • Projektsteuerung; wirtschaftliche und technische Betreuung der Sanierung des Nordbades und seines Umfeldes unter Beachtung der Projektzielsetzung
  • Fördermittelmanagement

Geschichte

Aussenansicht des Nordbades 1993
  • 1894:  Errichtung unter dem Namen Germania-Bad durch Georg Hofmann
  • 1898: Hermann Otto Fischer erwirbt das Bad mit Grundstück zum Preis von 300.000 Mark
  • 1922: die Stadt Dresden erwirbt das Germania-Bad zur Umwandlung in ein Volksbad. Der Preis hier: 615.000 Mark
  • 1924: gezählte Gäste für Wannenbäder 41.394, für Schwimmbad 39.237, für Wannenkurbäder 6.824
  • 1945: Am 13.September werden wegen einem Mangel an Brennstoff wieder eingeschränkte Öffnungszeiten bekannt gegeben
  • 1947: Reinigungsbäder können wegen Kohlemangels nicht erfolgen
  • 1949: Umbenennung von Germania-Bad in Nordbad
Innenansicht des Nordbades 1994
  • 1952: 25.000 Besucher werden monatlich im Nordbad gezählt. Die Schwimmhalle wird intensiv genutzt, vor allem durch Schulklassen, für Schwimmwettkämpfe, Wasserballturniere und Versehrtenmeisterschaften
  • 1970: Einstellung der Erhaltungsmaßnahmen, geplant war der Abriss und Neubau an einer anderen Stelle
  • 1974: Am 9. Mai wird die Schwimmhalle gesperrt
  • 1982: Schließung der Wannenbäder und Verfall der Bausubstanz
  • 1990: Forderungen zum Wiederaufbau des Nordbades durch Bevölkerung
  • 1993: Übertragung des Nordbades an die STESAD GmbH; Beginn der Sanierung des Nordbades
  • 1997: Fertigstellung der Sanierungsarbeiten und feierliche Eröffnung des Nordbades
  • 2014: Übertragung des Nordbades an die Dresdner Bäder GmbH

Das Nordbad - Der Wiederaufbau eines alten Bades - Ein Pilotprojekt der Europäischen Union

Aussenansicht des Nordbades nach dem Ausbau
  • Vorbereitung und Umsetzung des Pilotprojektes "Äußere Neustadt - Nordbad" durch die STESAD GmbH als Eigentümer und Bauherr
  • September 1993: Antragsstellung an die Kommission der Europäischen Gemeinschaft für die Aufnahme der Äußeren Neustadt in das Programm
  • Bewilligung von 3,5 Mio. € zur Rekonstruktion des Nordbades; die geplanten Gesamtbaukosten betrugen ca. 7,634 Mio. €
  • Einsatz modernster Technik und die Nutzung der Solarenergie
Innenansicht des Nordbades nach dem Ausbau
  • darüber hinaus wurde durch Energiesparmaßnahmen und die Senkung der künftigen Betriebskosten ein Weg aufgezeigt, wie kleine Schwimm- und Reinigungsbäder aus der Gründerzeit auch unter heutigen Gesichtspunkten wirtschaftlich sinnvoll betrieben werden können
  • das Nordbad, mitten in der Äußeren Neustadt gelegen, übte seit 1896 eine wichtige sozial-hygienische Funktion aus; diese Funktion hat sich über die Jahre im Bewusstsein des Viertels eingeprägt
  • das Pilotprojekt trägt wesentlich zur Revitalisierung des Stadtviertels bei
  • mit der Durchführung der Baumaßnahme sind nicht nur städtebauliche und soziale Zielstellungen erreicht worden - von der Sanierung des Nordbades gehen auch positive Impulse auf die Investitionstätigkeit und Wirtschaftsentwicklung der Äußeren Neustadt aus