Umbau und Sanierung einer Gemeinbedarfseinrichtung Heinrich-Schütz-Konservatorium Dresden e.V.

Lage:
Sanierungsgebiet S-01, Dresden Äußere-Neustadt, Glacisstraße 30/32
Eigentümer: STESAD GmbH, Treuhänderischer Sanierungsträger der Landeshauptstadt Dresden
Bauherr, Projektsteuerer: STESAD GmbH, Treuhänderischer Sanierungsträger
Bauüberwachung: STESAD GmbH, Abt. Projektentwicklung
Gesamtausgaben:  6,3 Mio. EUR
Förderfähige Kosten: 4,9 Mio. EUR Städtebaufördermittel
Bauausfürhung: 2005 - 2009
Flächen: 6100 m² Grundstücksfläche, 2743 m² Hauptnutzfläche
Nutzfläche: 2743 m²
Räume: 60 moderne Musikübungsräume, 2 Orchesterproberäume, 1 Aula
Einzelne Fakten:

4 Baudenkmale (Baujahr 1840 - 1870), 14 Planungsbüros, 35 Baufirmen, 18 Baumpflanzungen

ca. 4900 Schüler im Alter von 6 Monaten bis 75 Jahren

Leistungszeit: 2000 - 2010

Leistungen der STESAD GmbH

Projektentwicklung

  • Analyse der Bestandssituation (Eigentums- und Nutzungsverhältnisse / Baulasten, Medienbestand und Altlastengefährdung)
  • Projektentwicklung in Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Dresden, Heinrich-Schütz-Konservatorium Dresden und Planer
  • Schaffung der Entscheidungsgrundlage für die Landeshaupstadt Dresden und das Heinrich-Schütz-Konservatorium zur Herbeiführung des Stadtratsbeschlusses
  • Mitwirken und Herbeiführen der erfoderlichen Entscheidungen und Genehmigungen

Projektdurchführung und Abrechung

  • Projektsteuerung und Bauherrenaufgabe bei Umbau und Sanierung der denkmalgeschützten Bausubstanz
  • Aufstellung und Überwachung des Kosten- und Terminrahmens, Überwachung Projektziele
  • Koordninierung der Beteiligten (Nutzer, Bewilligungsgeber, Stadtplanungsamt, Nachbarn, Planer, Baufirmen)
  • Einholen der erforderlichen baurechlichen Genehmigungen
  • Vorbereitung und Abschluss von Ingenieur-, Objekt- und Bauverträgen
  • Planung von Mittelbedarf und -abfluss, Prüfung und Freigabe von Rechnungen
  • Terminkoordinierung, Aufstellen von Terminschienen für Planung, Ausschreibung und Durchführung
  • Aufstellung des Verwendungsnachweises
  • Öffentlichkeitsarbeit

Projekt

Das Heinrich-Schütz-Konservatorium Dresden ist neben dem Nordbad eine der wichtigsten und bekanntesten öffentlichen Einrichtungen der Äußeren Neustadt. Der Umbau der denkmalgeschützten Gebäude an der Glacisstraße für die Nutzung durch den Heinrich-Schütz-Konservatorium Dresden e.V. ist ein erklärtes Ziel der Stadterneuerung im Sanierungsgebiet Äußere Neustadt.

Referenz Gebietsbetreuung Äußere Neustadt

Die Grundstücke Glacisstraße 30 und 32 befinden sich innerhalb des Sanierungsgebietes Äußere Neustadt. Bereits seit 1840 ist das Denkmal Glacisstraße 30 ein Schulstandort mit einer wechselvollen Geschichte. Seit 1989 befindet sich in der Glacisstraße 30 eine Musikschule.

Der Heinrich-Schütz-Konservatorim e.V. entstand 1996 durch den Zusammenschluss von städtischer Musikschule und Landesmusikschule. Heute bildet der Heinrich-Schütz-Konservatorium e.V. für die Landeshauptstadt Dresden einen wichtigen Bestandteil des kulturellen Lebens und bietet gegenwärtig über 4000 Schülern die musische Aus- und Weiterbildung.

Das Heinrich-Schütz-Konservatorium schafft einer breiten Bevölkerung einen ersten Zugang, nicht nur zur bewussten Musikrezeption, sondern auch zur aktiven Musikausübung.

Strategie und Maßnahmen

Das Heinrich-Schütz-Konservatorium ist entsprechend der Verwaltungsvorschrift eine Gemeinbedarfseinrichtung. Der zentrale Standort mit der vorhandenen denkmalgeschützten Gebäudesubstanz bietet für die Nutzer durch das Konservatorium sehr gute Bedingungen.

Mit Beschluss des Stadtrates vom 16.12.2004 bestätigte der Stadtrat der Landeshauptstadt Dresden die Entwicklung des Standortes Glacisstraße 30-32 für das Heinrich-Schütz-Konservatorium.

BA 0, Außensanierung und Sicherung der ehemaligen Turhalle

Turnhalle

Im Jahr 2000/2001 sicherte die STESAD GmbH die Halle und sanierte denkmalgerecht die Außenhaut. Alle Holzbauteile und die alten Anbauten mussten wegen Befall mit Hausschwamm beseitigt werden. Ein neues Dach wurde auf einer neuen Tragkonstruktion errichtet. Außerdem wurde der Außenputz, die Fenster und die Türen erneuert. Damit war die alte Turnhalle vor dem Verfall gesichert und die STESAD GmbH konnte gemeinsam mit der Stadt und dem Heinrich-Schütz-Konservatorium Dresden e.V. das Gesamtprojekt vorbereiten. Bis zu Beginn des BA 1 konnte in den warmen Monaten des Jahres die im Rohbau instandgesetzte Halle als Konzert- und Veranstaltungsraum genutzt werden.

BA 1, Umbau der ehemaligen Turnhalle in einen Mehrzwecksaal / Aula des Heinrich-Schütz-Konservatorium

Anbau

Die denkmalgeschützte Turnhalle (errichtet um 1870) stand seit Jahren leer und wurd e im Rahmen des 1. Bauabschnittes in eine Mehrzweckhalle bzw. Aula für das Heinrich-Schütz-Konservatorium umgebaut. Die Eröffnung fand am 3. März 2007 statt, seither werden die Räumlichkeiten für den Tanzunterricht, Orchesterproben sowie Konzert- und Stadtteilveranstaltungen genutzt.

BA 2, Sanierung der denkmalgeschützten Gebäude für die Verwaltung des Heinrich-Schütz-Konservarorium Dresden

Innenansicht

Auf dem Grunstück Glacisstraße 32 stehen zwei denkmalgeschützte Gebäude, die nach Abschluss der Sanierungsmaßnahmen den Verwaltungsbereich und zusätzliche Unterrichtsräume enthalten werden.

Weitere Nutzungsmöglichkeiten stehen der Musikschule durch einen Aufenthaltsraum zur Verfügung, der sich anschließende Freiraum wird zum Treffpunkt für Schüler, Eltern und Lehrer umgestaltet.

BA 3/4, Sanierung des Schulgebäudes

Verbindungsgang Glacisstraße 30/32
Verbindung Glacisstr. 30/32

Das Gebäude Glacisstraße 30 wird seit seiner Errichtung um 1840 als Schulgebäude genutzt und nach der Sanierung zahlreiche Unterrichträume enthalten, die heutigen Anforderungen an den Schulbetrieb entsprechen. Dazu gehört die behindertengerechte Erschließung des Gesamtkomplexes u.a. durch den Einbau eines Fahrstuhls. Des Weiteren wird ein Verbindungsgang zum Nachbargebäude Glacisstraße 32 errichtet sowie der rückwärtige Freiraum als Aufenthaltsfläche mit Spiel- und Sitzmöglichkeiten.

BA 5, Gestaltung Freianlagen

Im Anschluss an die Sanierung des Gebäudebestandes erfolgt die Umgestaltung der angrenzenden Freianlagen und Begrünung des rückwärtigen Grundstückbereiches.

Im Innenhof ist eine Bühne geplant, die in der warmen Jahreszeit bespielt werden kann, Stellplätze für Fahrräder und PKWs werden ebenfalls eingeordnet sowie die bestehende Zufahrt für das Theater "Kleines Haus" gemeinsam mit dem zuständigen Staatsbetrieb erneuert.