Altengerechtes Wohnen in der Äußeren Neustadt

Im Jahr 1994 beschloss die Landeshauptstadt Dresden die Schaffung von 600 alten- und behindertengerechten Wohnungen in Dresden. Für das Gebiet der Äußeren Neustadt hatte die STESAD die Koordinierung für mehrere Investoren zur Schaffung dieser Wohnungen übernommen. Aus dem Bestand der STESAD wurden für das alten- und behindertengerechte Wohnen drei Objekte am Bischofsweg 94 Vorder- und Hinterhaus ferner Bischofsweg 92 Hinterhaus saniert und damit 18 Wohnungen sowie eine Sozialstation geschaffen.

In zwei Neubauten am Bischofsweg 92 und 96 wurden weitere 22 Wohnungen für Jung und Alt errichtet. Die Mieter können in diesen Wohnungen auch Betreuungs- und Pflegeleistungen auf der Grundlage des Pflegegesetzes in Anspruch nehmen, die durch den Pflegedienst der Diakonie abgesichert werden.

Die Anlage für altengerechtes Wohnen am Bischofsweg 92 bis 96 wurde im Februar 1999 fertiggestellt. Insgesamt entstanden 40 Ein- und Zweiraumwohnungen, die Voraussetzungen bieten, ältere Menschen, Familien und Studenten in das Gemeinschaftsleben zu integrieren. Seit der Fertigstellung im Februar 1999 ist der Zuspruch zu diesem Objekt außerordentlich hoch. Die Investitionssumme betrug 2,5 Millionen Euro. Bei 24 Wohnungen hat die Stadt den Bau gefördert, so dass der Kaltmietpreis bei 4,10 bis 4,86 €/m² liegt. Ursache für den regen Zuspruch sind sicher nicht nur die günstigen Kaltmietpreise, sondern vor allem das stimmige Konzept.

In der Äußeren Neustadt wohnen überdurchschnittlich viele ältere Menschen, manche schon ihr Leben lang. Die meisten möchten sich nicht von ihrer gewohnten Umgebung lösen, auch nicht, wenn sie eines Tages auf Pflege oder soziale Betreuung angewiesen sind. Das altengerechte Wohnen inmitten eines belebten Stadtgebiets, der Äußeren Neustadt, ermöglicht die Integration sowie das Verbleiben der älteren Bürger in ihrer gewohnten Umgebung und die damit verbundene aktive Teilnahme am Leben, die auch im Alter erhalten bleiben soll.

Insbesondere für ältere oder behinderte Menschen sind die komfortablen, barrierefreien Wohnungen mit Gemeinschaftsräumen und einem großzügigen Pflegebad geeignet. Ein Kontaktbüro für alle Lebensfragen befindet sich direkt vor Ort und kann nach den individuellen Wünschen der Mieter in Anspruch genommen werden. Alle altengerechten Wohnungen sind mit einer Notrufanlage ausgestattet, die bei Bedarf 24 Stunden täglich geschaltet werden kann.

Besondere Sorgfalt wurde auf die großzügige Gestaltung der Freiflächen im Innenhof mit viel Grün und einem kleinen Teich verwandt . Ökologische Belange wurden bei der Installation einer Regenrückgewinnungsanlage und bei der Dachbegrünung auf den beiden Hinterhäusern berücksichtigt.